Bergstein: „Dirt-Bahn“ muss noch Hürden meistern

Bergstein: „Dirt-Bahn“ muss noch Hürden meistern

Etwa 20 sportbegeisterte Jugendliche aus der Gemeinde Hürtgenwald haben sich für eine „Dirt-Bahn“ bei Bergstein starkgemacht. Die Pläne für zwei Bahnen, es soll eine Berg- und Tal-Strecke für anspruchsvolle Fahrer und eine für Kinder ab zehn Jahren geben, stellten die Mountainbiker im April im Gemeinderat vor.

Im Rahmen der gemeindlichen Jugendarbeit wollen sie mit anpacken und Helfer und Sponsoren gewinnen. Die Politiker zeigten sich von den Plänen angetan und bewilligten 2500 Euro. Im Sommer sollten die beiden Bahn hergerichtet werden — wenn alles klappt.

Offenbar muss die Berg- und Tal-Bahn aber noch einige Hürden meistern. Eine Delegation der Jugendlichen nahm an der Sondersitzung des Rates zur Ausweisung von Windkraftkonzentrationsflächen teil, um noch einmal Flagge für das Projekt zu zeigen. „Ein solches Planungsverfahren ist mit einem erheblichen Aufwand verbunden“, warb Bürgermeister Axel Buch um Verständnis, dass es weiterhin offene Fragen im Genehmigungsverfahren gibt, beispielsweise bei der Haftung.

Am Montagabend will sich die Verwaltung mit den Jugendlichen treffen, um den Planungsstand zu erörtern. Während die Mountainbiker eine Strecke bei Bergstein, unterhalb des Parkplatzes der Segelflieger, favorisieren, regt die Verwaltung an, die Strecke auf dem Gelände des MSC Kleinhau zu errichten. Der Verein, so lautet eine Überlegung, könne die Bahn betreiben, eine entsprechende Genehmigung sei schließlich bereits vorhanden. Auch die Frage der Haftung sei dann einfacher zu klären. Die Jugendlichen müssten dann eventuell Mitglied des Vereins werden. Dieser Vorschlag stößt jedoch auf Kritik, die Bahn sei damit zu weit entfernt und nicht gut zu erreichen.

„Es reicht nicht, einige Hügel aufzuschütten, die dann als Sprungschanze genutzt werden können“, erklärte Bürgermeister Axel Buch. So müsse beispielsweise ein Architekt für die TÜV-Abnahme detaillierte Zeichnungen der Strecke und aller Schikanen anfertigen. Jede Änderung des Streckenverlaufs müsse später ebenfalls abgenommen werden. Die Gemeinde könne am Ort, den die Jugendlichen bevorzugen, nicht ohne Weiteres als Betreiberin einspringen. Eine Lösung könnte ein privater Trägerverein sein.

(sj)