Vlatten: Die Wehrleute greifen selbst zur Maurerkelle

Vlatten: Die Wehrleute greifen selbst zur Maurerkelle

Zum zweiten Mal innerhalb einer Woche griff Bert Züll, Bürgermeister der Stadt Heimbach, für ein Projekt der Freiwilligen Feuerwehr zum Spaten. Nach dem neuen Wehrhaus in Heimbach bekommt jetzt auch die Feuerwehr in Vlatten ein neues Haus.

„Der Wettbewerb wird interessant: Wer ist als Erster fertig?”, scherzte Züll beim Startschuss für das Projekt neben der Jugendhalle in Vlatten. Selbst wenn Vlatten diesen internen Wettbewerb nicht gewinnen sollte, ist den 33 aktiven Frauen und Männern in der Wehr und den acht Mitgliedern der Altersabteilung große Anerkennung sicher.

Denn: Der Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Vlatten erfolgt in Eigenleistung der Löschgruppe um deren Leiter Detlef Gabriel-Jürgens. „Die haben einige Maurer in ihren Reihen”, verriet Bürgermeister Züll und lobte den Mut der Wehrleute. Damit das Projekt nicht teuer wird, kommen die Pläne aus dem Heimbacher Rathaus. Diplom-Ingenieur Karl Brill hat geplant. Die Stadt Heimbach stellt das Material und geht von einem Aufwand von rund 350000 Euro aus.

Mit gebrauchten Späten stocherten Bürgermeister, Stadtstbrandmeister Hans-Georg Valder und sein Stellvertreter Hans Paul Kruppert im Boden der in Stadtbesitz befindlichen Wiese. Blank und neu war nur der Spaten des Löschgruppenführers. Aus gutem Grund. Er wird beschriftet und erhält einen besonderen Platz in dem neuen Haus.

Der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses wurde notwendig wegen des schlechten Zustandes des alten Gebäudes. „Wegen der Feuchtigkeit mussten wir die Uniformen schon auslagern”, so Detlef Gabriel-Jürgens. Und auch das neue Löschfahrzeug, das die Vlattener Wehr im nächsten Jahr erwartet, hätte in dem kleinen Haus keinen Platz. Das neue Haus wird zwei Stellplätze haben, denn das alte Fahrzeug wird als Mannschaftstransporter weiter Verwendung finden.