Düren: Die Träume im Tanz verarbeiten

Düren: Die Träume im Tanz verarbeiten

Eine Gala zum Genießen. Die Ballettklassen der Musikschule Düren unter der Leitung von Daiga Grosmane-Zeiss „zauberten” Faszinierendes, Träumerisches, Schwungvolles, Farbiges auf die Bühne im ausverkauften Haus der Stadt.

Je nach Ausbildungsstandard der Klasse hatten die begeisterten Zuschauer Freude an sportiven Darbietungen, beschwingtem Elan, technischem Können, tänzerischer Anmut.

Klassisches traf Modernes, Jazzdance traf auf Ausdruckstanz, HipHop auf romantische Tanzporträts. Ein Anliegen des Abends war es, wie Daiga Grosmane-Zeiss in einem Vorwort erläuterte, „Träume im Tanz zu bearbeiten”.

Die Zuschauer sollten Träume nicht als Schrecklich, sondern als herrliche und schöne „Freiheit des Ichs” empfinden.

Vor allem im zweiten Teil des Abends wurde das Thema Traum auf der Bühne interpretiert. Die Darbietungen ließen aber viel Raum auch für eigene Deutungen, den eigenen Vorstellungen Gedanken, Empfindungen in den eigenen Tanz einzubinden.

Im ersten Teil dürfte vor allem für ältere Zuschauer manche Musikauswahl eher „albtraumhaft” gewesen sein. Doch wer sich nicht davon beeindrucken ließ, sah kesse Kids, flotte Teens und im krassen Gegensatz dazu Balletteusen, die ausdrucksstark und mit Verve, scheinbar entrückt, in ihren Parts aufgingen.

Was bei allen nahezu auffiel, war die schon vorhandene optische-akustische Einheit. Eine Choreografie, die mit interessanten Einfällen überraschte, und auf die Leistungsfähigkeit der jungen Tänzerinnen und einigen Tänzern abgestimmt war.

Ein Abend der Gegensätze mit vielen Stärken und wenig Schwächen, der auch die qualifizierte Ausbildung an der Dürener Musikschule verdeutlichte. Das Publikum im Dürener Haus der Stadt war von Beginn an hingerissen und geizte beim „Familienabend” nicht mit Beifall. Die jungen Tänzer freuten sich sichtlich über die Ovationen.

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