Düren: Die Schneckenpolizei im Einsatz

Düren: Die Schneckenpolizei im Einsatz

Niclas war ganz schön aufgeregt. Der Sechsjährige hatte einen großen Auftritt. Und viele prominente Dürener schauten ihm dabei zu. Das Experiment: Wie schließt sich ein Stromkreis? Schnell setzte das Kindergartenkind die passenden Kabel zusammen, verband sie mit einer Batterie und zack: Es wurde Licht.

Staatssekretär Thomas Rachel, der stellvertretende Bürgermeister Hubert Cremer und die Leiterin des Leopold-Hoesch-Museums, Renate Goldmann, klatschten kräftig Beifall. „Ich sehe, unsere Idee geht auf. Es ist schön zu beobachten, mit wie viel Begeisterung die Kinder bei der Sache sind”, sagte Rachel. Neben Niclas und den anderen „City Kids” hatten sich noch fünf weitere Vertreter städtischer Kitas im Museum versammelt.

Schließlich hatten diese fünf Einrichtungen die Ehre, sich bereits zum zweiten Mal als „Haus der kleinen Forscher” auszeichnen zu lassen. Neben den „City Kids” waren das die Kitas „Krümelhof”, „Helene Helmig”, „Im Eschfeld” und die „Rassebande”. Die Stiftung „Haus der kleinen Forscher” setzt sich bundesweit für die naturwissenschaftliche und technische Früherziehung ein.

Für kontinuierliches Engagement in diesen Bereichen können sich Kitas zertifizieren lassen. Bleiben sie danach weiterhin am Ball, was technische Früherziehung angeht, erhalten sie eine weitere Zertifizierung. „In Düren beteiligen sich inzwischen 35 Kitas an dem Netzwerk. 27 davon sind bereits ausgezeichnet worden”, erklärte Thomas Rachel.

Dabei lassen sich die Kitas immer wieder Neues einfallen, um die Forscher mit naturwissenschaftlichen Phänomenen zu begeistern. „Wir haben ein Hochbeet angelegt und Gemüse angepflanzt. Die Kinder sollten dann beobachten, wie das Gemüse wächst”, berichtete die Leiterin der Kita „Im Eschfeld”, Marlies Moll. Sogar eine „Schneckenpolizei” wurde gegründet, die das Beet regelmäßig von Schnecken befreien sollte.

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