Buchband „Industriekultur: Düren und die Nordeifel“: Die prägende Rolle Dürener Familien

Buchband „Industriekultur: Düren und die Nordeifel“ : Die prägende Rolle Dürener Familien

„Wir sind eine Industriestadt; und wir wollen es bleiben“. Der Stolz war Bürgermeister Paul Larue (CDU) bei der Präsentation des Buchbandes „Industriekultur: Düren und die Nordeifel“ anzusehen, der im Verlag Hahne & Schloemer erschienen ist.

Und bestärkt wurde Larue in seinem Stolz von der Äußerung eines der Autoren. Horst A. Wessels: „Das Licht für die Industrie kam aus dem Westen. Dann erst wurden Köln und Düsseldorf größer. Dürener Industriellenfamilien wie Schoeller, Hoesch und Poensgen haben das Land geprägt und für einen noch heute gültigen exzellenten Ruf gesorgt.“

Wenige Tage vor dem Gedenken an die fast vollständige Zerstörung von Düren und Jülich verwies der Bürgermeister auf die wachsende Bedeutung der Region im Zuge der Gewinnung von Bodenschätzen. Metall und Tuch, aber insbesondere das Papier habe der Industrie der Region eine Position auf dem Weltmarkt gesichert, so Larue. „Das geschichtliche Erbe der Industrie ist überschaubar“, befand Verleger Bernd Hahne und forderte auf, am Bewusstsein für die Historie zu arbeiten. Herausgeber Professor Walter Buschmann verwies darauf, dass sich der Focus der Industriekultur zunächst auf das Ruhrgebiet konzentrierte. Dann entdeckte man, dass auch Düren und seine Region einen wichtigen Beitrag leisteten und vor allem die Nordeifel ihre Bedeutung hat. „Das Buch ist keine erschöpfende Darstellung“, erklärte Buschmann, da eine Betrachtung des Braunkohlereviers aus Platzgründen fehle. Dem Revier werde 2020 eine Tagung in Düren und eine weitere Publikation gewidmet.

Der Buchband „Industriekultur: Düren und die Nordeifel“ umfasst knapp 500 Seiten und ist zum Preis von 34,50 Euro erhältlich.

(sps)