Düren: Die Powervolleys-Rückkehrer setzen sich ehrgeizige Ziele

Düren: Die Powervolleys-Rückkehrer setzen sich ehrgeizige Ziele

Volleyball-Bundesligist SWD Powervolleys setzt ein Zeichen. Zwei Spieler kehren an die Rur zurück, die in der Fremde auf höchstem Niveau erfolgreich waren. Und denen auch jetzt finanziell lukrativere Angebote vorlagen: Tomas Kocian, der Zuspieler, und Sebastian Gevert, der Diagonalangreifer, tragen mindestens in der kommenden Saison wieder das Trikot des sportlichen Aushängeschildes von Stadt und Kreis.

Und sie kommen mit ehrgeizigen Zielen: „Ich will wieder mehr als 100 Prozent geben und das Bestmögliche herausholen“, sagte Gevert. An seiner Einstellung aus früheren Dürener Volleyballjahren, mehr anzustreben als möglicherweise erreicht werden kann, hat sich nichts geändert: „Du musst Dir immer höhere Ziele setzen, um besser zu werden“, sagte er beispielsweise in seiner ersten vierjährigen Dürener Vertragszeit.

Und Tomas Kocian will das Sieger-Gen von Friedrichshafen in die Kreisstadt verpflanzen: „Beim VfB, wo ich die vergangenen drei Jahre unter Stelian Moculescu und Vital Heynen spielen durfte, wird eine deutsche Vizemeisterschaft schon als Enttäuschung angesehen. Es zählen nur Siege.“ Natürlich weiß Kocian, dass Düren in einer Bundesligasaion nicht so viele Siege wie sein alter Verein einfahren wird, aber: „Ich will unter die drei besten Clubs kommen“, meinte er, betonte wie Gevert aber auch: „Wir werden uns vor der Saison als Mannschaft ein Ziel setzen — und dieses Ziel mit aller Energie verfolgen.“

Hauptgesellschafter Erich Bernd Peterhoff, Trainer Stefan Falter und der Sportliche Leiter Goswin Caro hörten die Worte der Spieler mit großem Wohlwollen in einem Sitzungszimmer der Dürener Stadtwerke, schließlich: „Wir haben zwei Knaller verpflichtet“, erklärte Caro. „Wir sind froh, dass es uns gelungen ist, zwei Spieler zurückzuholen, die bei uns schon früher wichtige Leistungsträger waren und die sich seitdem in Budweis und Maaseik beziehungsweise Friedrichshafen noch einmal weiterentwickelt haben.“

Wie Caro wertete auch Peterhoff die Heimkehr des Hauptangreifers und des Zuspielers als ein Zeichen an die vielen Sponsoren, dass mit ihrer Unterstützung die SWD Powervolleys „Spieler zurückholen können, die auf höchsten Niveau gespielt haben und auch noch auf höchstem Niveau spielen können“. Ohne dass diese Spieler Topgehälter kassieren, wie sie andere in- und ausländische Klubs zahlen.

Also müssen auch andere Gründe Kocian und Gevert bewogen haben, wieder für Düren das Trikot überzustreifen. „Tomas und ich haben zuletzt häufiger darüber gesprochen, dass es großen Spaß machen würde, wieder zusammenzuspielen. Dass wir wieder in Düren gemeinsam auf dem Feld stehen wie vor einigen Jahren, freut mich sehr“, erklärte Gevert, der das neue Engagement „als Rückkehr in meine Heimat“ bezeichnete.

Und so sieht es auch Kocian, der wie Gevert familiär an der Rur verwurzelt ist: „Ich habe mich hier extrem wohl gefühlt. Düren war meine erste Bundesligastation, ein Meilenstein in meiner Laufbahn. Ich war drei Jahre weg, ich will jetzt etwas zurückgeben.“

Die Rückkehr des 30-jährigen Tomas Kocian und des 29-jährigen Sebastian Gevert bedeutet auch: Stijn d‘Hulst und Marvin Prolingheuer werden in der kommenden Saison nicht mehr für die SWD Powervolleys spielen. Der deutsche Diagonalangreifer will sich seinen lang gehegten Wunsch, im Ausland zu spielen, erfüllen. Und der belgische Diagonalangreifer kam bei den Verhandlungen mit den Dürener Verantwortlichen zu keiner Übereinkunft.

Jetzt fehlen im Kader von Stefan Falter noch der zweite Diagonalgreifer, der zweite Zuspieler, ein Mittelblocker und ein Außenangreifer.

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