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Kreis Düren: „Die Pflanzen haben Stress”

Kreis Düren : „Die Pflanzen haben Stress”

Die Bauern schlagen Alarm. Sie warten dringend auf Regen. Über die aktuelle Lage sprach DZ-Redakteur Hartmut Prüss mit Heinrich Brockerhoff, Pflanzenanbau-Berater bei der Landwirtschaftskammer in Düren.

Wie ernst ist die Situation im Kreis Düren?

Brockerhoff: Die Böden kann man mit einem Schwamm vergleichen. Manche speichern das Wasser gut, andere weniger gut. Im Kreis Düren gibt es im Vergleich zu anderen Gegenden Deutschlands eher gute Böden. Aber jetzt wird es höchste Zeit für Niederschläge.

Wie stark sind die Pflanzen bereits geschädigt ?

Brockerhoff: Enorme Temperaturschwankungen - nachts Bodenfrost und tagsüber 25 Grad - bedeuteten für viele Kulturen Stress. Besonders für das Getreide kann das kein gutes Jahr mehr werden. Ähnliches gilt für den Raps, der teilweise Schoten abwirft oder erst gar nicht ausbildet.

Was heißt das für die Verbraucher?

Brockerhoff: Terminmärkte und Börsen reagieren bereits. Die Preise ziehen an, weil man knappe Waren befürchten muss. Aber selbst ein höherer Getreidepreis macht bei einem Brötchen so wenig aus, dass dadurch kein Verbraucher in den Ruin getrieben wird.