Düren: Die neuesten Modelle und ein Blick in die Zukunft

Düren: Die neuesten Modelle und ein Blick in die Zukunft

Träume in Lack und Chrom: Die Herzen der Auto- und Motorradfans schlagen höher, wenn am 29. und 30. Mai auf dem Annakirmesplatz die Kraftfahrzeug-Innung Düren-Jülich und die Sparkasse rund 1000 Fahrzeuge präsentieren.

Mit dabei sind auch Caravans. „Wir setzen große Hoffnungen in die Schau, denn der lange Winter hat auch in unserer Branche seine Spuren hinterlassen”, sagt Thomas Schmid von der Innung. Die Sparkasse ist von der ersten Schau an dabei. Neben rund 30 Autohäusern bieten die Sparkasse, die Innungskrankenkasse, zwei Karosseriebau-Betriebe ihre Dienste an und die Handwerkskammer Aachen ist mit dem „Truck”-Ausbildungszentrum wieder vertreten.

„Die Dürener Autoschau ist ein Spezialmarkt; da können an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr Fahrzeuge nicht nur besichtigt, sondern auch gekauft werden”, beleuchtet Wolfgang Prümmer, der Geschäftsführer der Kfz-Innung, die rechtliche Seite. „Das erste Quartal war hart”, resümieren Hans-Jörg Herten und Thomas Schmid. Der lange und harte Winter ist auch an den Kfz-Händlern nicht spurlos vorübergegangen. Wer kauft bei diesem miesen Wetter schon ein neues Auto? Diese Frage beantworten die Händler klar: Der Verkauf von Neuwagen scheint anzuziehen. Das gilt für Mittelklasse und Premium-Segment. Bei den Kleinwagen ist der Bedarf weitgehend gedeckt. Dank Abwrackprämie aus dem Vorjahr. Eine Entwicklung am Kraftfahrzeugmarkt machen die Vertragshändler deutlich: Wer jetzt ein Auto kauft, steht sich nicht schlechter als die Käufer mit Abwrackprämie im Vorjahr.

Dabei neigt sich die „Rabattschlacht” dem Ende entgegen. „Die Autobauer müssen wieder Geld verdienen”, sagt Hans-Jörg Herten und weiß auch, wohin das Geld fließt: In die Forschung und Entwicklung. Beispielsweise in die für Elektroautos. Peter Wolters von der Aachener FEV-Motorentechnik wird ein Elektroauto vorstellen. „Die Entwicklung läuft auf Hochtouren; aber für eine Markteinführung sind die Fahrzeuge noch zu teuer und die Infrastruktur ist noch nicht vorhanden”. Trotzdem: Es lohnt sich den umgebauten Fiat 500 fahren zu sehen; denn hören kann man seinen Motor nicht.

Elektromotoren stellen auch die Werkstätten und ihre Mitarbeiter vor neue Herausforderungen. Rudolf Nießen, Leiter des TruCK- Centers in der Rurstraße: „An Elektrofahrzeugen können nur Fachkräfte mit Zusatzausbildung arbeiten”. Da eröffnet sich für die Bildungseinrichtung ein neues Betätigungsfeld.

Uwe Willner, Vorstandsmitglied der mitveranstaltenden Sparkasse, macht allen Beteiligten Mut: „Spätestens zur Autoschau ist der Frühling da. Mit Temperaturen und mit Kauflust.”