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Düren: Die neue Stadtlichtung im Theodor-Heuss-Park liegt voll im Zeitplan

Düren : Die neue Stadtlichtung im Theodor-Heuss-Park liegt voll im Zeitplan

Wenn Landschaftsarchitekt Michael Reepel und Vivien Veith vom städtischen Grünflächenamt auf die Baustelle Theodor-Heuss-Park blicken, haben sie die künftige Stadtlichtung im Übergang zum neuen Bismarck-Quartier ganz genau vor Augen.

Sie sehen eine 5000 Quadratmeter große und leicht erhöhte (26 Zentimeter) Rasenfläche, die umlaufende Stufe mit LED-Beleuchtung, die das Grün in den Abendstunden „schweben“ lassen soll, die vielen Parkbänke und Beete entlang der künftigen Promenaden, die Bäume und Sträucher, die noch gepflanzt werden. Und sie haben bereits eine ganz konkrete Vorstellung vom Highlight des künftigen Parks: der 700 Quadratmeter großen Wasserfläche vor dem Quartier, maximal 28 Zentimeter tief, mit zum Wasser hin führenden Stufen und einem umlaufenden Holzsteg.

Der Laie sieht derweil seit Wochen vor allem nichts als staubende Erdbewegungen, aufgeschüttete Hügel, braune Flächen. Seit März läuft die Umgestaltung des Theodor-Heuss-Parks im Rahmen des Masterplans auf Hochtouren. Denn die Zeit drängt. Wenn das Hotel im Bismarck-Quartier am 2. November seine Pforten öffnet, soll auch die Stadtlichtung fertig sein, weitgehend zumindest. Rund 2,86 Millionen Euro lässt sich die Stadt das Vorzeigeprojekt im Herzen der City kosten, 80 Prozent übernimmt das Land NRW.

„Wir liegen gut im Zeitplan“, versichert Michael Reepel, „der Großteil der Erdbewegungen ist abgeschlossen.“ In den vergangenen Wochen standen vor allem Arbeiten im Untergrund an, von denen der Parkbesucher nach der Fertigstellung nichts mehr sehen wird, erklärt der junge Landschaftsarchitekt, der im vergangenen Jahr den städtischen Gestaltungswettbewerb mit seinem Entwurf gewonnen hatte und nun besonders viel Herzblut in das Projekt in seiner Heimatstadt investiert.

Reepel verweist zum Beispiel auf den Bau eines Speichers (Rigole) unter der künftigen Rasenfläche zur Versickerung des Regenwassers und auf Frostschutz unterhalb der Wasserfläche und der künftigen Raseneinfassung. Diese Woche wurden zwei Schachtbauwerke für die Wasserfläche eingebaut, die zum einen die Pumpen beherbergen, zum anderen als Wasserreservoir dienen werden. Was noch fehlt, ist der Bau eines Brunnens zur Bewässerung des künftigen Rasens mit Grundwasser, damit das Grün auch in trockenen Sommermonaten seinem Namen gerecht wird und die Menschen zum Verweilen oder auch zum Sport animiert.

Wasserfläche hat Priorität

Auch wenn der Bau der Wasserfläche mit zwölf angrenzenden Fontänen auf dem künftigen Hotelvorplatz in diesen Tagen Priorität genießt, geht es auch an anderer Stelle bereits weiter, beispielsweise hat entlang der Hans-Brückmann-Straße der Wegebau begonnen.

Dass einige Bäume der Umgestaltung zum Opfer gefallen sind, will Reepel nicht verhehlen. „Wir haben aber nichts rausgenommen, was nicht raus musste.“ Er verweist zum einen auf Aussagen eines Gutachters zum Zustand der Bäume. Zum anderen betont er, dass der charakteristische Baumbestand im Zuge der Neugestaltung auch noch ergänzt werde. „Insgesamt werden 46 Bäume und Sträucher neugepflanzt.“

Diese würden mit ihren Blatt- und Blütenaspekten bis in den Herbst hinein Akzente setzen, kündigt Reepel an. Und noch eine weitere beeindruckende Zahl hat der Landschaftsarchitekt zur Hand. In den Beeten werden in den kommenden Monaten noch rund 12 700 Bodendecker gepflanzt. Doch bis es so weit ist, wird noch einige Zeit vergehen, muss noch einiges an Erdreich bewegt werden.

Aus Sicht des Grünflächenamtes betont Vivien Veith die bislang reibungslose Kooperation zwischen der Stadt als Auftraggeber, dem Planer und der bauausführenden Firma, die dafür gesorgt hat, dass auch der Kostenrahmen bislang eingehalten wurde.