Kreuzau: "Die kleine Zauberflöte": Opern-Stoff als humorvolle Variante

Kreuzau: "Die kleine Zauberflöte": Opern-Stoff als humorvolle Variante

Dem Vorurteil, dass es sich bei dem Musikgenre „Oper“ um eine verstaubte Angelegenheit handelt, treten die Mitglieder der Opernwerkstatt am Rhein entschieden entgegen. Die jungen Profis aus Hürth bringen bewährten Opernstoff auf die Bühne, allerdings in kabarettistischer Form.

Große und kleine Zuschauer können sich gelegentlich vor Lachen nicht mehr halten, so unterhaltsam, lustig und quietschbunt sind die Inszenierungen. Am Dienstagmorgen präsentierten die Mitglieder der Opernwerkstatt am Rhein „Die kleine Zauberflöte“ in der Festhalle in Kreuzau.

Gut 200 Grundschulkinder des Grundschulverbunds Kreuzau/Drove saßen als Besucher gemeinsam mit Lehrern und einigen Eltern im Zuschauerraum. Der Rektor des Grundschulverbunds, Hermann-Josef Schlegel, hielt eine kleine Ansprache, bevor es musikalisch losging. Er sagte: „Endlich ist es soweit, die Aufführung der Zauberflöte war der Wunsch vieler Kinder der vierten Klassen.“ Denn diese beschäftigten sich mit dem Werk, das einst der berühmte Komponist Wolfgang Amadeus Mozart erdachte, im vergangenen Halbjahr im Unterricht.

Zur Belohnung für die Kleinen wurde der Wunsch Wirklichkeit. Für die finanzielle Realisierung sorgten die Fördervereine beider Grundschulstandorte sowie die Eltern der Kids. In flotter Version traten die berühmten Gestalten dann auf: Diana Petrova als Königin der Nacht, Meike Zacke als Pamina, Sarah Bouwers als Papagena, Walther Rösler als Tamino und Mauricio Virgens als Papageno. Am E-Piano begleitete die Sänger Denis Ivanov. Die einzelnen Arien wie „Dies Bildnis ist bezaubernd schön“ oder „In diesen heil‘gen Hallen“ erklangen original, die Verbindung der Arien, welche die eigentliche Geschichte des Vogelfängers und der anderen Figuren erzählt, erfolgte in zeitgemäßem Slang.

Den Zuschauern gefiel die Veranstaltung bestens, und in den Sommerferien werden sie wohl noch häufiger und gerne an diese Abschlussveranstaltung des Schuljahres zurückdenken.

(gkli)