Nideggen-Rath: Die Jury ist von der Vielfalt der Streuobstwiesen begeistert

Nideggen-Rath: Die Jury ist von der Vielfalt der Streuobstwiesen begeistert

Die Gewinner der ersten Streuobstwiesen-Meisterschaft stehen fest: In seiner Doppelrolle als Landrat und Vorsitzender des Stiftungskuratoriums der Sparkasse Düren überreichte Wolfgang Spelthahn mit Udo Zimmermann, dem Vorstandsvorsitzenden der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren, die Preise.

Es gab Schecks von insgesamt 5000 Euro für die Gewinner der ersten Meisterschaft des Kreises Düren. „Ich möchte allen Teilnehmern, allen Organisatoren sowie den Jury-Mitgliedern ein Dankeschön sagen“, drückte Spelthahn seine Freude über das Projekt aus.

15 Obstwiesen wurden von der Jury begutachtet. „Das waren größtenteils sehr knappe Entscheidungen“, verriet Jury-Mitglied Alexandra Schieweling, Mitarbeiterin der Biologischen Station im Kreis Düren mit Sitz in Nideggen-Brück. Die schönste Obstwiese im Nordkreis liegt in Merode und gehört Michael Krieger. Bernhard Lambertz durfte sich mit seiner Obstwiese in Nideggen-Rath in die Siegerliste eintragen. Beide erhielten je 500 Euro. Preisträger für die schönsten, alten Obstbäume sind Manfred Ramm, Boich, und Harry Vollmer, Linnich. Beide erhielten ebenfalls einen Scheck über 500 Euro.

Darüber hinaus gab es Sonderpreise jeweils in Höhe von 350 Euro. Rudi Schnitzler aus Winden ist Herr über die „naturnaheste Streuobstwiese“. Stefan Schütz aus Boich kann sich über das seltene Prädikat der besten „traditionell bewirtschafteten Obstwiese“ freuen. Alle 15 Teilnehmer bekamen einen Obstbaum geschenkt.

Die Jury-Mitglieder bekannten bei der Preisverleihung, dass sie von der Vielfalt der Obstwiesen begeistert waren. Die Gewinnerwiese von Bernhard Lambertz mit ihren 160 Bäumen, mit fünf verschiedenen Obstsorten auf einer Fläche von knapp sechs Morgen, lieferte den Beweis für die Qualität der prämierten Obstwiesen. Die Bäume waren vor 23 Jahren gepflanzt worden. Nach fachmännischer Pflege bringen sie erst in den vergangenen Jahren Erträge. Eine Schafherde hält das Gras kurz, ein Lebensraum für Tiere aller Art.

Im kommenden Jahr geht der Wettbewerb weiter. Wieder gibt es die erprobte Kooperation zwischen der Biologischen Station, dem Stiftungskuratorium und der Kultur- und Naturstiftung der Sparkasse Düren. Neu ist, dass sich jetzt auch Vereine und Interessengruppen mit ihren Streuobstwiesen beteiligen können. Der Wettbewerb, teilte die Biologische Station mit, ist bereits gestartet.

Bewerbungen können ab sofort bis Ende März 2016 eingereicht werden. Bewerbungsformulare zum Herunterladen gibt es auf der Homepage der Biologischen Station unter www.biostation-dueren.de. Das Formular kann aber auch per E-Mail an alexandra.schieweling@biostation-dueren.de oder per Post bestellt werden. Die Adresse lautet: Biologische Station im Kreis Düren, zu Händen Frau Alexandra Schieweling, Zerkaller Straße 5, 52385 Nideggen.