Gürzenich: Die heißen Ritte auf dem Wasser des Badesees

Gürzenich: Die heißen Ritte auf dem Wasser des Badesees

In den Motorbootserien des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC) ist alles für ein großes Finale angerichtet. Auf dem Badesee in Gürzenich stehen an diesem Wochenende, 11./12. Oktober, die Titelentscheidungen im ADAC-Motorboot-Masters, dem ADAC-Motorboot-Cup und in allen vier Klassen des ADAC-Jetboot-Cup auf dem Programm.

Bei der zweiten Auflage des Rennens wartet ein anspruchsvoller Sieben-Bojen-Kurs auf die Piloten.

Im ADAC-Motorboot-Masters geht es im direkten Duell zwischen Mike Szymura (21 Jahre, Berlin) und Nikita Lijcs (19 Jahre, Lettland) um den Gesamtsieg. Vor den letzten vier Einzelrennen in Düren hat Szymura zwölf Punkte Vorsprung auf seinen Rivalen. Das bedeutet, dass Lijcs noch aus eigener Kraft Champion werden kann, wenn er in allen vier Rennen vor Szymura und im Spitzenfeld landet. „Man hat in Berlin mit meinem Unfall und zuletzt in Rendsburg mit Nikitas Defekt gesehen, wie schnell es gehen kann. Ich hoffe, dass die Meisterschaft beim Finale auf sportliche Weise im Wasser entschieden wird“, sagt Szymura.

Im bisherigen Saisonverlauf wechselten sich Szymura und Lijcs an jedem Rennwochenende an der Spitze der Gesamtwertung ab. „Ich hoffe, dass das in Düren nicht passiert“, sagte Szymura, der sich zum ersten deutschen Gesamtsieger im ADAC-Motorboot-Masters seit Manuel Saueressig 2011 krönen könnte.

Nicht weniger spannend ist der Kampf um den dritten Platz in der Gesamtwertung. Der aktuell Drittplatzierte Uwe Brettschneider (49 Jahre, Berlin) liegt nur zwölf Zähler vor Patrick Wiese (26 Jahre, Bondorf) und 22 Punkte vor Neuling Kevin Köpcke (22 Jahre, Jork).

Deutlicher fällt die Führung von Sascha Schäfer (27 Jahre, Muggensturm) im ADAC-Motorboot-Cup aus. Der zehnfache Saisonsieger kommt mit einem soliden Vorsprung von 52 Punkten zum Finale. „Ich konnte schon in den vergangenen Rennen clever fahren und musste nicht bis ans Limit gehen. Jetzt heißt es, sich bis zum Finale fit zu halten und das Boot auf Vordermann zu bringen. Sicher haben wir den Titel noch nicht und wir müssen für alles gewappnet sein“, weiß Schäfer.

Beruhigender Umstand für den Gesamtführenden: In den bisherigen 19 Saisonrennen war Schäfer nie schlechter als Vierter. Vier vierte Plätze würden ihm in Düren zum Titelgewinn reichen.

Theoretische Chancen auf den Gesamtsieg haben noch drei Mitstreiter von Schäfer: Neuling Ronny Mathys (30 Jahre, Schweiz), Vorjahres-Vizemeister Max Stilz (16 Jahre, Kernen) und Routinier Christian Tietz (35 Jahre, Dresden). Das Trio ist in der Meisterschaft durch 18 Punkte getrennt.

In der Premierensaison des ADAC-Jetboot-Cups sind die Titelentscheidungen vor dem Finale noch in allen vier Klassen offen. Am spannendsten ist die Ausgangsposition in der Klasse Ski Stock, in der der Führende Angelo Mennillo (33 Jahre, Straubing) und Verfolger Paul Schäfer (44 Jahre, Darmstadt) nur durch neun Punkte getrennt sind (entspricht dem Punkteunterschied zwischen Platz 1 und 3). „Das wird noch ein ganzes Stück Arbeit, denn in unserer Klasse ist alles möglich“, sagt Mennillo.

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