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Düren: Die erste Rechnung als schöne Bescherung

Düren : Die erste Rechnung als schöne Bescherung

Zu Weihnachten klingeln nicht nur die Kirchenglocken. So manches Paket unterm Tannenbaum gibt bei Jugendlichen den Ton an: Handys sind als Geschenk gefragt.

Ganz oben auf dem Wunschzettel stehen Fotohandys. Vor allem bei jungen Leuten sind die kleinen Alleskönner geschätzt. Als Kommunikationshilfe, aber auch als Statussymbol, spielen sie eine wichtige Rolle.

Der Nutzen liegt auf der Hand: Sich per SMS mit Freunden verabreden, den Eltern mitteilen, dass man später nach Hause kommt, oder sich den Unterricht mit dem neuesten Spiel versüßen: alles kein Problem mit den kleinen Gefährten.

30 bis 50 Euro

Unterschätzt werden jedoch oft die Kosten, die dabei entstehen können. Schnell wechseln in einem Monat 30 bis 50 Euro den Besitzer. Nach oben sind den Ausgaben offenbar keine Grenzen gesetzt.

Jugendliche, die einen Handyvertrag besitzen und denen keine Prepaid-Karte (mit einem im Voraus zu zahlenden Guthaben geladen) die Ausgaben limitiert, können schnell eine böse Überraschung erleben.

Bei einigen reicht der Rechnungsbetrag für eine Erstnennung in der Schufa-Statistik. Die Zahl der durch Telekommunikation verschuldeten Jugendlichen ist zuletzt stark angestiegen. Zeitgleich entwickelte sich der Markt für kostenpflichtige Logos und Klingeltöne...

„Eigentlich”, sagt ein zehnjähriger Handybesitzer, „sind mir Logos zu teuer. Manchmal bestelle ich mir aber trotzdem eins.” Kosten: etwa zwei Euro. Fünf Euro bekommt der Junge im Monat von seinen Eltern fürs Telefonieren. Meistens reicht ihm der Betrag, nutzt er doch größtenteils den elterlichen Festnetzanschluss.

Lockerer sitzt das Geld da schon bei den Älteren. Vor allem mit einem Vertrag wirds gefährlich. „Ein Vertrag möchte ich gar nicht haben, weil ich mit einer Prepaid-Karte die Kosten besser kontrollieren kann”, erklärt die 16-jährige Estelle Birkenheier. „Ich kenne genug, bei denen es in die Hose gegangen ist.” Vielen Jugendlichen ohne festen Vertag reicht eine Prepaid-Karte von 15 Euro im Monat allerdings nicht aus...

SMS werden oft teuer

Der Löwenanteil der Kosten kommt bei den meisten nicht durchs Telefonieren zustande. Sie entscheiden sich für die auf den ersten Blick günstigere SMS, die oft aber einen Kreislauf aus Antwort und Gegenantwort auslöst. Billiger ist da der kurze Anruf.

Damit es nach der weihnachtlichen Bescherung im neuen Jahr kein böses Erwachen gibt, veranstaltet die Verbraucherzentrale Düren auf Anfrage Kurse zum Thema Handykosten. Informationen dazu gibt es unter 02421 / 56810 abrufbar.