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Nideggen: Die Bruderschaft als Kapellen-Baumeister

Nideggen : Die Bruderschaft als Kapellen-Baumeister

Mehr als 50 Jahre nach dem Wiederaufbau der im Krieg zerstörten Marienkapelle steht das kleine Gotteshaus am Ortseingang von Nideggen wieder in alter Pracht an angestammter Stelle.

Am Wochenende brachte die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft im Rahmen ihres Patronatsfestes neben dem Eingang eine kleine Messingtafel an. Das vom Heimat- und Geschichtsverein gestiftete Schild enthält Informationen zur Baugeschichte des Gebäudes, dessen Ursprünge bis in das 16. Jahrhundert zurückgehen.

Die Kapelle, die von ihren Erbauern vor nahezu 500 Jahren noch als „hilgen huysgen” bezeichnet wurde, war zuletzt stark überholungsbedürftig. Für die Schützenbrüder war klar, dass sie diese Aufgabe wieder übernehmen würden. Und so machten sich 2001 einige Mitglieder um Walter Neidhöfer und Heinz Berretz an die Arbeit, als die Restaurierung in Absprache mit der Kirche angepackt wurde. Sie leisteten viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit. Die Erneuerung und teilweise Ergänzung des alten Mauerwerks übernahm ein Fachunternehmen.

Die Schützen ehrten am Wochenende eine Reihe treuer Mitglieder. 25 Jahre gehören Konrad Bergsch, Karl-Heinz Schröder und Arnold Kraus der Bruderschaft an, 35 Jahre ist Norbert Gutheil dabei, 40 Jahre Leo Kürpick, 50 Jahre Willi Förster, August Tingart, Heinz Berretz und Heinrich Tingart. 50-jähriges Königsjubiläum feierten Karl-Josef Baur und Christian Dohmen.

In einer Versammlung, zu der Willi Lieven MdL sprach, ging der Königsorden an Schützenkönig Hans Offermann und an Bruderkönig Andreas Offermann. In die Bruderschaft aufgenommen wurden Andreas Offermann, Daniel Krichel und Ralf Simons.