Düren: Die Blechbläser „10forBrass“ bieten musikalische Vielfalt

Düren: Die Blechbläser „10forBrass“ bieten musikalische Vielfalt

Von Georg Friedrich Händel bis Duke Ellington, von Wagner bis Chris Hazell: Das Konzert mit „10forBrass“ im Haus der Stadt bot eine musikalische Vielfalt, das die Herzen aller Freunde des klassischen und jazzigen Blechs höher schlagen ließ.

Von der Barockmusik bis Swing spannte sich das Repertoire des Ensembles „10forBrass“, das bis zu 13 Musiker auf der Bühne umfasste.

Ein atemberaubender Klangkörper aus Posaunen, Trompeten, Hörner und Tuben spielte auf, der Perlen der Klassik und Jazz-Standards mit harmonisch-polyphonen Wohlklang präsentierte. Spielfreude und Souveränität zeichnete die Formation aus, die sich nicht dadurch beeindrucken ließ, dass nur wenige Zuhörer sich für diese Veranstaltung im Rahmen des Konzertforums der Cappella Villa Duria interessierten. Wer gekommen war, erlebte eine klangvolle, unterhaltsame und abwechslungsreiche Vorstellung voller Virtuosität, Brillanz und Überraschungen.

Die musikalische Umsetzung des Programms verblüffte, der helle Klang des Ensembles mit seinem fast luftigen Klangcharakter begeisterte. Barockmusik als Klassiker für Blechbläser (Bach, Händel), Wagners fulminantes „Rienzi“ oder Mendelssohn Bartholdys „Elias“ — „10forbrass“ schien sich in allen Klassik-Sätteln wohl zu fühlen und hatte auch den „Freischütz“ (Carl Maria von Weber) neu im Programm. Ausflüge auf die Insel mit einer englischen Brass-Komposition oder zu einem zeitgenössischen Komponisten (Baumann) und einfallsreicher Musik zeigten das Ensemble noch von einer anderen Seite mit einem fein abgestuften Klanggewand. Einerseits aufreibend mit manchmal grellem Blechgewand, dann wieder fast zart besaitet, melancholisch, tosend und einer heiteren Szenerie. An einer ansteckenden Musikalität fehlte es den Musikerinnen und Musikern nicht.

Noch mehr Schwung nahm das Ensemble auf, als es mit Duke Ellingtons „Caravan“ auf Reisen ging oder Irving Berlin mit „Puttin‘ on the Ritz“ eben die Reize des Ritz preisen ließ oder mit dem George Gershwins Ragtime „Rialto Ripples“ musikalische Wellen plätschern ließ. „10forbrass“ überzeugte mit Spiellust und sauberer Technik. Alles, was sie spielten kam in einem jugendlichen Outfit, engagiert und hochpräzise über den Bühnenrand. Und mit Chris Hazells „Hymne (Hymnus)“ wurde das Anliegen der Band „Ob Piano oder Forte — Musik sagt mehr als Wort“ überdeutlich.

(han)
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