Die Behörden können auch Karneval

5000 Euro für gute Zwecke : Dürener Behördenball ist seit 2006 jedes Jahr ausverkauft

„Behörden können auch Karneval“, meint Dürens Bürgermeister Paul Larue. So kommentiert der Rathaus-Chef den Behördenball, der in seinem Hause „erfunden“ wurde, nunmehr seit 25 Jahren zu den größten Veranstaltungen an Weiberfastnacht in der Region gehört und seit 2006 alljährlich ausverkauft ist.

Der Erlös des Behördenballes geht an caritative Einrichtungen oder hilfsbedürftige Personen in Düren. Diesmal konnten der Vorsitzende Helmut Göddertz und seine langjährige Mitstreiterin Margret Höflie-Ehrenberg (Organisationskomitee Behördenball) wieder 5000 Euro verteilen, womit sich der Gesamtstand der Spenden seit 1993 auf über 120.000 Euro saldiert.

„Ein toller Rahmen für fröhliches Feiern“, meint Paul Larue zum Behördenball und empfindet es als Glücksfall, dass seit 2004 die Karnevalisten der „Holzpoeze Jonge“ mit im Boot sind. Die „Holzpoeze“, so Robert Baumgarten, greifen unterstützend bei der Organisation ein, die bei in der Regel rund 2500 Besuchern einen großen Aufwand bedeutet. „Es ist zu loben, dass dabei auch noch Hilfe für die herausspringt, die sie brauchen können“, betonte Paul Larue. Und Helmut Göddertz, der bewusst nichts von einer kommerziellen Veranstaltung wissen will, verspricht: „Es wird mit Sicherheit noch ein paar Jahre so weiter gehen…“

In den Genuss des Erlöses kamen diesmal die Kita „Lollipop“ mit Geld für ein Zirkusprojekt. Die Hospizbewegung Düren-Jülich steckt den Zuschuss in die Weiterbildung Ehrenamtlicher und die Rurtalwerkstätten (RTW) schafften eine für die Nutzung durch Behinderte spezifische Schaukel an. Sein Schwimmbad erneuern muss der Kindergarten am Sonnenweg und die Handicap-Mannschaft des Jugendsport Wenau investiert in Ausrüstung der rund 42 Fußball spielenden Behinderten. Das Frauenhaus bekommt zusätzliches Kapital für eine größere Immobilie und der Verein Dürener Kinderkarnevalszug will die Kleinen bewusst an das Brauchtum Karneval heranführen. Frank Leßenich, Mitgründer des Vereins: „Dann können wir ja Weiberfastnacht ein Bierchen mehr trinken; es ist ja für einen guten Zweck…“

(sps)
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