Die Bahn will selbst in den Bahnhof Düren investieren

Stadt und Kreis unterstützen Maßnahme : Die Bahn will selbst in den Bahnhof Düren investieren

Bei der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes sind Stadt und Kreis Düren offenbar einen guten Schritt weiter. Wie Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) nach einem weiteren gemeinsamen Gespräch mit dem Generalbevollmächtigten der Deutschen Bahn auf Anfrage dieser Zeitung erklärte, werde die Bahn das in die Jahre gekommene Bahnhofsgebäude zwar nicht, wie von ihm mehrfach angestoßen, an den Kreis verkaufen, dafür aber in Eigenregie sanieren.

„Die Bahn wird investieren“, kündigte Spelthahn an. Das habe der Generalbevollmächtige zugesagt. „Stadt und Kreis werden die Maßnahme unterstützen“, kündigte der Landrat an, beispielsweise, indem Mieter für das Bahnhofsgebäude gefunden werden, die der Bahn langfristige Einnahmen garantieren, ergänzte Dürens Erster Beigeordneter und Wirtschaftsförderer Thomas Hissel. Kein Geheimnis ist, dass die Rurtalbahn überlegt hatte, ihren Verwaltungssitz in den Bahnhof zu verlegen.

Zudem soll ausgelotet werden, ob es nicht vom Bund Fördermittel zur Sanierung des 1874 eröffneten Bahnhofsgebäudes geben kann. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern der Stadt, des Kreises und der beiden Wirtschaftsförderungsgesellschaften werde laut Hissel noch in diesem Monat ihre Arbeit aufnehmen

Bereits im Vorfeld hatte sich die Stadt mit der Bahn über den Ankauf von mehreren Grundstücken im südlichen Bahnhofsumfeld geeinigt, berichtet Hissel. Dort will die Stadt im Rahmen des Masterplan-Prozesses bekanntlich gleich mehrere Projekte verwirklichen, unter anderem ein Gründerzentrum und ein Technisches Rathaus bauen, und den Bereich Fritz-Keller-Weg komplett neu entwickeln, um den Bahnhof optisch ansprechend an die Innenstadt anzubinden.

Noch keine Einigung mit der Bahn wurde für die Bahnhofsnordseite gefunden, wo ein Investor ein Nahversorgungszentrum mit Parkhaus errichten will, dafür neben dem Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) aber auch den P&R-Parkplatz der Bahn benötigt. Ein weiteres Gespräch ist für August vereinbart.