Düren: „Die A 4 bringt keine Entlastung für Düren”

Düren: „Die A 4 bringt keine Entlastung für Düren”

Die Verkehrsprobleme Dürens können nicht auf der Autobahn gelöst werden, sind Eberhard Hess und Rolf Delhougne von der Bürgerinitiative für den Bau der B 56n überzeugt.

Die Forderungen der CDU-Fraktion im Dürener Stadtrat, den Landesbetrieb Straßen und das Bundesverkehrsministerium aufzufordern, den sechsspurigen Ausbau der Autobahn 4 zwischen Düren und Kerpen und damit den Bau der Ausfahrt Düren-Ost/Merzenich zu forcieren, sei keine Lösung. „Die A 4 bringt keine Entlastung für Düren, für die Schoellerstraße und für die Euskirchener Straße”, ist Eberhard Hess überzeugt.

„Das ist Aktionismus”, kritisiert Rolf Delhougne die Pläne seiner Fraktion. „Es gibt keine Alternative zum schnellen Bau der Ostumgehung”, betont Eberhard Hess. Selbst ein achtspuriger Ausbau der Autobahn helfe nicht, die Verkehrsbelastung für die Stadt Düren zu reduzieren. „Wenn die Eisenbahnbrücke an der B 56 abgebrochen wird, ist Chaos programmiert”, sagt er.

Eine neue Autobahnabfahrt leite einen Teil des Verkehrs lediglich die bereits heute stark befahrene Kölner Landstraße zum Friedrich-Ebert-Platz. „Andere Straßen gibt es nicht”, bilanziert Hess. „Es wäre gescheiter, sich endlich mal um den Fortgang des Gerichtsverfahrens in Münster zu kümmern”, sagt Hess.

Eberhard Hess und Rolf Delhougne fordern alle Politiker auf, „jeden Tag den Druck zu erhöhen”. Es sei sinnlos, die Kräfte aufzuteilen. Oberste Priorität müsse der Bau der Ostumgehung haben. Sie schlagen vor, den neuen NRW-Verkehrsminister einzuladen, und die „dramatische Situation” vor Ort zu schildern. „Jetzt, wo der Bund mehr Geld in die Infrastruktur investieren möchte, kann die Finanzierung kein Hemmnis mehr sein”, urteilt Delhougne.

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