Die 29. Dürener Jazztage warten im Juli mit zwei Grammy-Gewinnern auf

29. Dürener Jazztage : Zwei Grammy-Gewinner geben sich ein Stelldichein

Bei den 29. Dürener Jazztagen soll die Stadt fünf Tage lang musikalisch aufblühen. Die Dürener sollen tanzen – am besten unter blauem Himmel. So zumindest wünscht es sich der Planet Jazz Club Düren, der vom 17. bis zum 21. Juli, also zu Beginn der Sommerferien, die fünftägige Konzertreihe ausrichtet.

Im vergangenen Jahr haben sich der Jazzclub Düren und der Verein Planet Jazz zusammengeschlossen, um die Jazztage wieder auf stabile Beine zu stellen. Der neue Verein ist mit seinem Werk zufrieden. „Wir haben wieder mehr Jazz im Programm, es gibt Angebote, die eher etwas für die Ohren von Jazz-Spezialisten sind, wie auch Konzerte mit Spielarten des Jazz’, die ein großes Publikum gut hören und verarbeiten kann, Musik die tanzbar ist“, sagt Oliver Mark, der das Programm gestaltet hat. Allerdings gibt es bei den Jazztagen einige Veränderungen.

Statt in einem Firmengarten ist ein Konzert am Donnerstag im neu gestalteten Theodor-Heuss-Park vorgesehen, die große Bühne steht wegen der Umgestaltung des Kaiserplatzes auf dem Markt in der Zufahrt zwischen dem „iPunkt“ und dem Restaurant und muss für den Wochenmarkt nicht extra ab- und wieder aufgebaut werden. Die Kneipentour wird wegen des neuen Bühnenstandortes dann etwas kleiner ausfallen, die Gaststätten auf dem Markt werden schließlich von der großen Bühne aus beschallt.

Eine weitere organisatorische Änderung gibt es am Sonntag, an dem in Zusammenarbeit mit den Restaurantbetreibern auf dem Markt eine lange Frühstückstafel aufgebaut werden und zum kulinarischen Genuss bei Jazzmusik einladen soll. Neu ist auch, dass in der Stadt länger Musik erklingt: „Wir haben eine Genehmigung bis 23 Uhr“, erklärt Bernd Ohlemeyer.

Die meisten Konzerte können kostenfrei besucht werden. Ohlemeyer macht aber schon darauf aufmerksam, dass die Getränkepreise beispielsweise beim Konzert im Park dann etwas höher ausfallen werden. Dass die Jazztage in den Ferien stattfinden, war auch bei den Veranstaltern länger umstritten. „Wir hoffen aber, dass wir so auch mehr Menschen aus den umliegenden Städten anlocken können“, sagt Ohlemeyer.

Die Macher der Jazztage, der Förderverein Musik in der Christuskirche und Vertreter der Hauptsponsoren (Sparkasse, Stadtwerke) freuen sich auf die 29. Auflage. Foto: ZVA/Sarah Maria Berners

Aber nun zum Programm, bei dem Oliver Mark für jeden Tag einen „Top Act“ verspricht. Am Mittwoch beim DSB tritt die „Engelbert Wrobel Swing Society“ nach dem „Bernhard Gerards Trio“ auf. Zu späterer Stunde spielt die „Big Bandits Big Band“ Songs von Roger Cicero.

Am Donnerstag heißt es im Theodor-Heuss-Park bei freiem Eintritt „Willi Ketzer featuring Terence Ngassa“ – es gibt Musik von Nat King Cole bis Louis Armstrong. Beim Clubkonzert bei Becker und Funck steht das „Kenny Garret Quintett“ auf der Bühne (20 Euro Eintritt). „Der Saxophonist Kenny Garrett hat mit Miles Davis gespielt und ist einer von zwei Grammy-Gewinnern, die nach Düren kommen“, schwärmt Mark.

Am Freitag geht es auf dem Markt mit Jazz, Soul und Funk von „Kwini“, einer Band mit dem gebürtigen Dürener Bassisten Jan Seemann weiter. Es folgen Tobias Weidingers Band „T-Funk“ und Bill Evans’ „Spy Killers“. „Der Saxophonist Bill Evans ist der zweite Grammy-Gewinner, der nach Düren kommt“, sagt Mark. Er bringt den Schlagzeuger Wolfgang Haffner und den Keyboarder Simon Oslender aus Aachen mit. Als besonderen Gast begrüßt er den schwedischen Posaunisten Nils Landgren.

Am Samstag streift tagsüber die „Hurricane Brass Band“ durch die Stadt. Am Abend stehen „6 aus 49“, „Emanuel Stanley & Little Planet Band“ sowie die brasilianische Samba-Jazz-Gruppe „Azymuth“ auf der Bühne. „Das wäre natürlich bei Sonnenschein besonders schön.“

Die Frühstückstafel am Sonntag wird vom Jazzorchester „Muckefuck“ und der „SixtyOne Big Band“ begleitet. Das Abschlusskonzert in der Christuskirche gestalten Karolina Strassmayer und Drori Mondlak mit der Band „Klaro“. Als Gast wird David Friedmann am Vibraphon mit auf der Bühne stehen (Eintritt 15 Euro).

Der Vorverkauf beginnt am Montag, Tickets gibt es in der Vorverkaufsstelle des Medienhauses in der Agentur Schiffer am Kaiserplatz.

(smb)