Düren: Diamanthochzeit: Seit 1957 ein Herz und eine Seele

Düren : Diamanthochzeit: Seit 1957 ein Herz und eine Seele

„Nein, am Aschermittwoch war nicht alles vorbei“, scherzt Sibylle Kienapfel, wenn sie erzählt, wie sie ihren Ehemann Klaus Kienapfel kennenlernte. Ganz im Gegenteil: Die Eheleute feierten in diesen Tagen in ihrem Haus an der Fröbelstraße im Grüngürtel das Fest der Diamantenen Hochzeit.

Es war am 2. März 1957, am Karnevalssamstag, bei einem der legendären Kostümbälle des Städtischen Chores in der Stadthalle. Sibylle Zilken, als „Lausbub“ verkleidet, machte dort die Bekanntschaft mit ihrem als „Diplomat“ feiernden späteren Ehemann.

Die Beziehung wurde intensiver, sodass am 23. Mai 1958 die Eheschließung erfolgte. Sibylle Kienapfel hat immer in der Fröbelstraße gewohnt. Stolz ist sie auf ihr berufliches Leben. „Ab dem 1. April 1946 habe ich mit dem Rechtsanwalt Gerber aus dem Nichts dessen Kanzlei mit aufgebaut“, erzählt sie und dass sie über 40 Jahre beruflich aktiv war.

Und stolz ist sie auch auf ihre über Jahrzehnte währende aktive Mitgliedschaft in verschiedenen Chören. Zahlreiche Auszeichnungen, unter anderem des Diözesan-Cäcillien-Verbandes, schmücken das Haus in der Fröbelstraße. Aus der Geschichte Dürens und insbesondere des Grüngürtels weiß sie viel zu erzählen.

Der Gesang hat es auch Klaus Kienapfel angetan. Noch heute singt er aktiv im MGV Düren-Niederau. Als Sohn eines Postbeamten kam er nach Düren, als der Vater die Leitung der damaligen Kraftpoststelle in der Gutenbergstraße übernahm.

Nach dem Schulbesuch trat er seine Ausbildung bei dem Arbeitgeber an, bei dem er ein Leben lang bleiben sollte: Bei der ISOLA AG brachte es Klaus Kienapfel durch zusätzliches Ingenieur-Studium in eine führende Position. Das Ehepaar reiste viel, hat praktisch alle Kontinente gesehen. „Wir waren auf den Spuren Gottes unterwegs“, erinnerte Sibylle Kienapfel besonders gerne an eine Israel-Reise.

(fjs)
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