Düren: Dezernenten-Wahl: Neue Ausschreibung oder Dürener Architektin?

Düren: Dezernenten-Wahl: Neue Ausschreibung oder Dürener Architektin?

Die Führungsspitze der Stadt soll weiblicher werden. „Wir erhoffen uns mit dieser Kandidatin einen neuen Aufbruch”, sprach Dürens CDU-Fraktionschef Karl-Albert Eßer am Dienstag von einem „einmütigen Personalvorschlag”, den CDU und FDP am Mittwoch dem Stadtrat unterbreiten wollen.

Auf der Tagesordnung steht die Wahl eines Technischen Beigeordneten, der künftig Stadtentwicklungsdezernent heißen soll.

Auf der Suche nach einem neuen Stadtentwicklungsdezernenten hätten sich CDU und FDP in der letzten Runde des Auswahlverfahrens gegen zwei auswärtige männliche Kandidaten und für eine Architektin aus Birkesdorf entschieden, die beruflich bereits in der Region eingespannt ist.

19 Bewerbungen sind auf die Stellenausschreibung im Rathaus eingetroffen. Die neue Dezernentin soll aus Sicht von CDU und FDP vor allem die Innenstadt weiter entwickeln und die Nahversorgung in allen Stadtteilen sichern.

„Keiner der Kandidaten ist der Visionär, den Düren dringend braucht”, hieß es im Vorfeld der Dezernenten-Wahl am Dienstag aus SPD-Kreisen. Düren benötige keine Architekten, sondern erfahrene Stadtplaner, um die Stadt „fit für die Zukunft zu machen”.

Nach Informationen unserer Zeitung will die Fraktion der Grünen deswegen den Antrag stellen, die Stelle neu auszuschreiben. „Es ist kein Highlight dabei, daher bestehen große Bedenken”, hieß es am Dienstag. Die Stelle sei „recht allgemein” ausgeschrieben worden, zumal in der Ferienzeit.

Der Antrag der Grünen, der nach DZ-Informationen auch von der SPD-Fraktion unterstützt werden soll, sieht eine Neuausschreibung mit konkreter Aufgabenbenennung vor. Gesucht werde demnach ein Stadtplaner mit vorzeigbaren Projekten und Verwaltungserfahrung. Sozialdemokraten und Bündnisgrüne setzen offenbar darauf, dass es mit der Einmütigkeit von CDU und FDP nicht so weit her ist.

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