Nideggen: Detektive der GGS ermitteln im Rathaus

Nideggen: Detektive der GGS ermitteln im Rathaus

Ein guter Tipp: „Wenn Ihr etwas verloren habt, Geldbörse oder Handy, fragt im Fundbüro nach!“ Solche und ähnliche Anregungen bekamen die Schülerinnen und Schüler der Klassen 4a und 4b von einer netten Sachbearbeiterin im Einwohnermeldeamt Nideggen, das in dem Fall auch als Fundbüro dient.

Richtig aufgeregt, obwohl die meisten schon Erfahrungen mit dem Computer haben, reagierten die Kinder, als ihr Foto, nebst Wohnort und Straße auf dem Bildschirm erschienen. Die Sachbearbeiterin hatte nur das Geburtsdatum eingegeben. Aber auch noch andere Fragen wurden geklärt in diesem außerschulischen Lernort Rathaus. Was muss man bei Verlust des Ausweises tun? Interessant fanden es einige, dass der Finder die Fundsache nach einem halben Jahr ausgehändigt bekommt, wenn sich der Besitzer nicht meldet.

Staubige Ordner im Standesamt

Etwas „staubig“ wurde es im Standesamt, in dem in einem Schrank große alte Bücher stehen, mit Hand geschrieben.

Heute werden Daten im Ordner eines Computers gespeichert, früher wurden die Daten, Namen und Zahlen alle handschriftlich in ein Buch übertragen. „Boah, die konnten aber schön schreiben“, lautete der Kommentar eines Viertklässlers. Sollte eines dieser Bücher verloren gehen, so ist das nicht schlimm, beruhigte Marco Schmunkamp die Detektive, denn die Zweitausfertigung eines jeden Buchs liegt bei der Bezirksregierung Köln.

Im Ordnungsamt wurden die Ermittler über die Ordnung aufgeklärt. Es gibt eine private und eine öffentliche Ordnung. Rolf Tauscher sprach über die öffentliche Ordnung, für die das Ordnungsamt zuständig ist.

Was tun mit der Biotonne?

Spannend auch die Ausführungen im Amt für Gewerbesteuern und Abfallbeseitigung. Die Behandlung der Biotonne wie auch der Gelbe Sack wurde zu Themen. In der Stabsstelle klärte Vanessa Reuter über die Budgetierung der Stadt auf. Mit welchen Einnahmen muss die Stadt arbeiten, was passiert bei Schulden? Die Schülerinnen und Schüler lernten, dass die Stabsstelle etwa für die Organisation von Festen zuständig ist, zum Beispiel die vielen Feste bei der 700-Jahr-Feier.

Auch das Amt von Bürgermeisterin Margit Göckemeyer war Anlaufstelle für die Rechercheure. Die neugierigen Fragesteller wissen nun, was eine Verwaltungschefin den ganzen Tag tut. Nach der rotierenden Recherche durch die vier Gruppen in den einzelnen Ämtern erstellten die Detektive ihre Ergebnisse in Schrift und Bild collagenartig auf Plakaten zusammen. Nach der Fertigstellung im Ratssaal werden sie zusammen mit den Plakaten der Grundschulen Embken und Schmidt ausgehängt. Diese Grundschulen durften vor Wochen als erste das Rathaus erkunden.

Begrüßt worden waren die Teilnehmer von Bürgermeisterin Margit Göckemeyer und der Organisatorin des Projekts auf Verwaltungsseite, Petra Zurhelle. Als Erinnerung an die Teilnahme gab es am Schluss eine Urkunde und eine „Schmatzdose“.