Düren: Der Streik bringt den BCD in arge Nöte

Düren: Der Streik bringt den BCD in arge Nöte

Die Gewerkschaft „Ufo“ brachte den BC Düren auf dem Weg zum Auswärtsspiel bei der SG Anspach, das letztendlich 5:1 gewonnen wurde, heftigst in die Bredouille: Denn der Lufthansa-Streik machte den Flug von Wien nach Frankfurt für David Obernosterer, Dürens Nummer Eins der Herren, fast zur Irrfahrt.

Statt auf direktem Wege nach Frankfurt zu fliegen, musste Obernosterer umbuchen und nach Köln reisen. Die restlichen Spieler, die eigentlich direkt nach Frankfurt fahren wollten mussten Obernosterer zunächst am Kölner Flughafen einladen.

Es folgten hektische Telefonate mit dem polnischen Spieler Slobodan Woji, der in Frankfurt nicht auf den Bus wartete, sondern direkt den Zug nach Anspach im Taunus nahm. Erst eine Viertelstunde bevor der Spielbogen abgegeben wurden musste, erreichte der Dürener Tross die Halle und konnte gerade noch rechtzeitig alle Formalitäten erledigen. Sonst wäre der Gegner automatisch zu einem ersten Sieg am grünen Tisch gekommen.

Strapaziöse Anreise

So aber konnte Anspach nur einen Punkt gegen David Obernosterer verbuchen, der auf dem Feld müde und überspielt wirkte. „Kein Wunder“, meinte BC-Vorsitzender Rolf Pütz. Er glaubt, dass unter anderem die zahlreichen Turnierverpflichtungen Obernosterers mitverantwortlich für den relativ schwachen Auftritt waren: Sein Spiel endete in einer Dreisatz-Niederlage gegen Philipp Discher (21:18, 15:21, 20:22).

Eine Bank für einen Punktgewinn ist das Herrendoppel des BC Düren: Wojciech Szkudlarczyk und Ruben Jille (21:16/ 21:14) gewannen souverän gegen Daniel Benz/Sebastian Ames. Sie zeigten ebenso wie Viktoria Slobodyanuk im Dameneinzel, die Mona Konkolewski 21:12 und 21:5 besiegte, Normalform — Eine Einschätzung, die auch für Kai Schäfer galt, der beim 21:8, 21:12 Christopher Armes keine Chance ließ.

Haarig wurde es für den BC beim Damendoppel und im Mixed. Erst nach drei Sätzen konnten die Spiele gewonnen werden. Und zwar gegen einen Kontrahenten Anspach, der sich fest an der „Roten Laterne“ in der Liga klammert und für den Kanterniederlagen in der Badminton Bundesliga zur Tagesordnung gehören. Beim Doppel Viktoria Slobodyanuk/Ilse Vaessen stimmte die Chemie nicht, trotz des 18:21, 21:13, 21:15 gegen Mona Konkolewski/Theresa Wurm.

Vor allem Ilse Vaessen kommt nach ihren Verletzungen derzeit nicht mehr richtig in Schwung und macht zu viele Fehler. So hatte sie auch im Zusammenspiel mit Wojciech Szkudlarczyk allergrößte Mühe, das Gemischte Doppel mit 19:21, 22:20, 21:15 gegen Daniel Benz/Theresa Wurm nach Hause zu bringen. Letztlich war Rolf Pütz mit dem Ergebnis zufrieden. Und die Rückfahrt aus dem Taunus soll dem Vernehmen nach recht lustig gewesen sein.

(han)
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