Düren: Der Punk tobt im „Hexenkessel von Düren”

Düren: Der Punk tobt im „Hexenkessel von Düren”

Mit martialischen Vergleichen ging Campino am Montagabend nicht besonders sparsam um: Mitten im „Hexenkessel von Düren” wähnte der Frontmann der Düsseldorfer Punkband „Die Toten Hosen” sich und seine Musikerkollegen während ihres exklusiven Auftritts im „Bistro Bei James” vor rund 300 handverlesenen Zuschauern.

Allerdings verfolgten wohl weit mehr als diese kleine Schar das exklusive Konzert für die Gewinner der „Thekenmeisterschaft” des Radiosenders 1Live im Hinterhof des „Bistros Bei James”

„Frieden den Hütten”

Sowohl auf Dachterrassen und Balkons als auch - außer Sichtweite - vor der Kneipe an der teilweise von der Polizei abgesperrten Kölner Straße hatten sich Fans gleich scharenweise versammelt. Trotz der eher härteren musikalischen Gangart was das Publikum bunt gemischt: junge Hüpfer neben älteren Semestern, Anhänger der T-Shirt-Fraktion mit Aufdrucken wie „Frieden den Hütten, Krieg den Palästen” neben feiner herausgeputzten Hemdenträgern - alle waren sie vor der schmalen Bühne vereint. Und darauf tobte der Punkrock in Form von Campino und Co.

Der Sänger machte keinen Hehl daraus, dass er nicht unbedingt ein Freund der leisen Töne ist, und er gab sich auch mit dem vermeintlich halbherzigen Gesangseinsätzen der Zuhörer nicht zufrieden: „Ich würde euch bitten, euch doch nochmal zusammenzureißen und alles zu geben.”

Campino musste gar nicht lange bitten, seinem Wunsch wurde augenblicklich entsprochen. Obwohl die Band vor einer überschaubaren Menge spielte, war schnell klar: gerockt wird immer mit voller Kraft voraus.

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