Düren: Der neue Kreisel „Im Großen Tal” wirft Fragen auf

Düren: Der neue Kreisel „Im Großen Tal” wirft Fragen auf

Die Stadt ist um eine Attraktion reicher: Dort, wo „Im großen Tal” ein Baumarkt entsteht, wurde ein Kreisverkehr errichtet. „Dieser erinnert an die Berg-und-Tal-Bahn”, zeigte sich ein Leser nach einer Testfahrt irritiert.

„Eine solche Bauausführung kann doch nicht bestehen bleiben?”, fragte er. Sie kann, heißt es dazu aus dem städtischen Tiefbauamt.

Derzeit werde zwar routinemäßig nachgemessen, ob der Bau vom Investor des „Baukompetenzzentrums” korrekt ausgeführt wurde. Doch das Problem, sagt Amtsleiter Heiner Wingels, sei die „komplizierte Topographie”. Will heißen: Richtung Arnoldsweiler gibt es eine Steigung von fünf Prozent. Gleichzeitig beträgt der Höhenunterschied zwischen dem Gewerbegebiet und der Erweiterung zwei Meter. Zur Entwässerung sehen geltende Standards noch eine Querneigung von 2,5 Prozent vor. Der Kreisel sei aber notwendig, um zum einen die Willi-Bleicher-Straße anzuschließen und später auch große Verkehrsaufkommen spielend zu bewältigen.

Die Bauplanung wurde von der Stadt und dem Landesbetrieb „Straßen.NRW” genehmigt. Auf Betreiben der Stadt sei die Innenfläche des Kreisels nicht höher aufgeschüttet worden. „Die Sicht ist frei, alle Vorschriften wurden eingehalten. In Kreisverkehren empfiehlt es sich aber grundsätzlich, langsam zu fahren”, bilanziert Wingels. Von einer Berg-und-Tal-Bahn wolle er nicht sprechen.