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Bürgerentscheid zur Umbenennung: Der Name Kreis Düren bleibt erhalten

Bürgerentscheid zur Umbenennung : Der Name Kreis Düren bleibt erhalten

Das Ergebnis des Bürgerentscheids über den Kreisnamen steht fest. Nach der Auszählung aller Urnen haben deutlich mehr Menschen für den Erhalt der Bezeichnung Kreis Düren gestimmt.

Das vorläufige Endergebnis zum Bürgerentscheid liegt auf dem Tisch – und es ist klarer, als die meisten Menschen prognostiziert haben: 92.559 Personen stimmten dafür, den Kreis Düren als Namen zu behalten. Lediglich 18.910 Stimmberechtigte votierten mit „Nein“ und damit für eine Umbenennung in Rurkreis Düren-Jülich. Demnach schlossen sich 83 Prozent dem Antrag der Bürgerinitiative an. Um 19.43 Uhr war die letzte Urne ausgezählt.

Die Initiative hatte sich gegründet, nachdem der Kreistag Anfang Dezember des vergangenen Jahres eine Umbenennung in Rurkreis Düren-Jülich beschlossen hatte. Nach dem erfolgreichen Bürgerbegehren kam es zum Bürgerentscheid mit der Fragestellung: Soll der Name des Landkreises „Kreis Düren“ beibehalten werden? Die Abstimmung erfolgte per Briefwahl. Insgesamt 111.469 Stimmen erfüllten die formellen Kriterien und flossen letztlich in das Ergebnis.

Frank Reiermann von der Bürgerinitiative nannte die Entscheidung ein „überwältigtes Ergebnis“, das zeige, dass die Menschen stärker eingebunden werden wollen. „Die hohe Wahlbeteiligung beweist, dass die Heimat den Menschen nicht egal ist – das ist gut“, sagte er. Er dankte ausdrücklich allen Unterstützern.

In einem ersten Statement sprach Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) von „gelebter Demokratie“, auch wenn er nach wie vor für den neuen Kreisnamen plädiere. Für ihn sei die Diskussion um den neuen Kreisnamen damit beendet. „Ich arbeite seit 23 Jahren in der Verwaltung des Kreises Düren, ich werde dies auch weiterhin tun. Nach eigenem Bekunden hat er mit dem Ergebnis gerechnet: „Wer die Debatten im Internet verfolgt hat, wundert sich nicht über die Zahlen“, sagte er, „Ratio hat gegen Emotion keine Chance.“

Für die Klarheit des Ergebnisses sei er dankbar. Der Grund: „Im Internet wurde angesichts der nicht zugelassenen Stimmen schon kolportiert, die Wahl wird von der Kreisverwaltung manipuliert - das kann nun wirklich niemand mehr behaupten."

Abstimmungsleiter Peter Kaptain berichtete zuvor von einer Wahlbeteiligung von 55 Prozent. Darin sind nicht die Stimmumschläge enthalten, die aus formellen Gründen zuvor abgelehnt werden mussten. Kaptain bezifferte die Zahl mit 6,5 Prozent der rechtzeitig eingereichten Stimmumschläge. Insgesamt 290 Freiwillige der Kreisverwaltung zählten die Stimmen öffentlich aus.

Bei den ungültigen Stimmabgaben handelt es sich um Briefe, die die formalen Kriterien nicht erfüllen. Dies ist vergleichbar mit üblichen Wahlen: Wer seine Berechtigung zum Beispiel mit einem Wohnortwechsel verloren hat und trotzdem einen Abstimmungsbrief geschickt hat, kann nicht zugelassen werden. Auch mussten die Abstimmungsberechtigten eine Eidesstattliche Erklärung ausfüllen, unterschreiben und in den Umschlag mit dem Abstimmungsbrief stecken. Wer dort die Unterschrift vergessen hat oder sogar keine Erklärung beigefügt hatte, fiel ebenfalls durch.

Schon am Montag hatte die Behörde damit begonnen, die Gültigkeit der bisher abgegebenen Stimmen mit 25 Teams und insgesamt etwa 100 Leuten zu prüfen. Dieser Vorgang erfolgte öffentlich. Dabei wurde die Richtigkeit der Eidesstattlichen Versicherung überprüft und die Adresse abgeglichen. Auf diesem Weg wollte die Verwaltung die Auszählung am Donnerstag in der Arena Kreis Düren verkürzen. Dieses Prozedere war zuvor juristisch geprüft worden und wurde für zulässig befunden. Auch am Donnerstag wurden die Abstimmungsbriefe auf Zulässigkeit vorab geprüft, ehe sie in die Arena Kreis Düren gebracht wurden.

Auch wenn die Entscheidung schon früh gefallen war, musste auch die letzte Stimme gezählt werden, ehe Peter Kaptain gegen 19.50 Uhr das vorläufige Ergebnis verkündete. Mit dem amtlichen Endergebnis wird im Laufe des Freitags gerechnet.