Düren: Der Meister ist zu stark für die Powervolleys

Düren: Der Meister ist zu stark für die Powervolleys

Zwischen dem zweiten und dem dritten Satz flogen ganz viele Plüschtiere durch die Max-Schmeling-Halle. Doch es randalierten keine Volleyballfans beim dritten Halbfinalspiel zwischen den Berlin Recycling Volleys und den SWD Powervolleys.

Etliche der 4221 Zuschauer beteiligten sich mit den Wurfgeschossen aus Stoff an einer beispielhaften Aktion. Der Deutsche Meister und der Malteser Hilfsdienst hatten die Fans gebeten, die Plüschtiere mitzubringen. Sie werden in den nächsten Tagen an bedürftige Kinder in der deutschen Hauptstadt verschenkt.

So hilfsbereit sich die Zuschauer und der Hauptstadtklub gegenüber den sozialschwachen Jungen und Mädchen zeigten, so zeigte sich doch auch vom ersten Ballwechsel an: Die Berlin Volleys ließen keinen Zweifel daran, den ersten Matchball der „best of 5“ verwandeln zu wollen. Dieses Vorhaben gelang ihnen in drei Sätzen: Mit 25:20, 25:21 und 25:23 fuhren sie den benötigten dritten Sieg in der Halbfinalserie ein.

Um 20.51 Uhr hatten sich die Berliner für das Finale gegen den VfB Friedrichshafen qualifiziert, mussten die Gäste die Hoffnung auf ein zweites Heimspiel gegen BRV begraben. Trost: Im Anschluss an die Begegnung wurden die Powervolleys als drittbeste Mannschaft der Bundesliga mit der Bronzemedaille geehrt.

Die Begegnung an der Spree stand für die Gäste schon vor dem Anpfiff unter keinem guten Stern: Jaromir Zachrich, der Kapitän und Mittelblocker, saß nach seinen fiebrigen Tagen nur auf der Bank. Und Außenangreifer Jan Philipp Marks hütete mit hoher Temperatur das Hotelbett.

Düren kämpfte zwar, ließ sich auch von Sechs-Punkte-Rückständen nicht beirren, der Klasse Berlins waren die Gäste trotz allen Einsatzes an diesem Abend aber nicht gewachsen. Dass die Mannschaft des scheidenden Trainers Michael Mücke nie aufgab, bewiesen die letzten Ballwechsel: 20:24 lagen die Gäste zurück, sie kämpften sich auch dank der Aufschläge von Prolingheuer auf 23:24 heran. Doch dann landete Prolingheuers nächster Aufschlag im Netz. Das Spiel war aus, die Saison vorbei.

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