Düren/Düsseldorf: Der Landtag würdigt Karnevalist Franz-Josef Vois

Düren/Düsseldorf: Der Landtag würdigt Karnevalist Franz-Josef Vois

Franz-Josef Vois, Ehrenpräsident des Festkomitees Dürener Karneval, ist im Düsseldorfer Landtag für sein karnevalistisches Lebenswerk ausgezeichnet worden.

Das Landtagspräsidium würdigt seit dem vergangenen Jahr neben Menschen, die sich in hohem Maß für die Brauchtumspflege engagieren, auch Ehrenamtliche, die sich im Karneval weit über das normale Maß hinaus verdient gemacht haben.

2010 hatte die Auszeichnung der Präsident des Regionalverbandes Düren (RvD), Rolf-Dieter Hohn, erhalten. In diesem Jahr hatte der RvD Franz-Josef Vois für die Würdigung vorgeschlagen.

Die Laudatio auf Franz-Josef Vois hielt Landtagsvizepräsidentin Brunhild Böth. Dabei galt es, fünf Jahrzehnte karnevalistisches Engagement in den Blick zu nehmen. Denn schon 1949 gab der heute 79-jährige Vois sein Bühnendebüt als Sänger bei der Sitzung der KG „Rurkei” im Saal „Backe Mattes”.

Mit 20 Jahren Geschäftsführer

Ein Jahr später gründete Vois das Sing-Sing-Trio, das spätere Südinsulaner-Terzett, in dem er 33 Jahre mitwirkte. Im jungen Alter von 20 Jahren wurde er bei der Gründungsversammlung der KG „Südinsulaner” zu deren Geschäftsführer gewählt. Von 1968 bis 2001 führte er als Vorsitzender die KG, deren Ehrenpräsident er heute ist.

1982 übernahm Vois die Präsidentschaft des Festkomitees Dürener Karneval, die er 22 Jahre lang innehaben sollte. RvD-Präsident Hohn lobt Vois als „robusten und zuverlässigen Motor, der stets dazu in der Lage war, das große Getriebe im Festkomitee in Schwung zu halten”. Die Suche nach geeigneten Prinzen, später Prinzenpaaren, die Proklamation, die Begleitung der Tollitäten durch die Session und die Organisation des großes Orchideensonntagszug gehörten zu den Schwerpunkten der Arbeit des Festkomitee-Präsidenten. Vois setzte sich für die Wiederbelebung des Dürener Straßenkarnevals an Weiberfastnacht ein, war einer der treibenden Kräfte für den Karnevalsempfang der Stadt und setzte mit dem Bau der Wagenbauhalle im „Großen Tal”, die seit 2004 seinen Namen trägt, einen Meilenstein im Dürener Fastelovend.

Heute lebt der Ehrenpräsident des Festkomitees zeitweise in Spanien. In der fünften Jahreszeit genießt er allerdings in der Heimat das karnevalistische Treiben, das er mehr als fünf Jahrzehnte maßgeblich mitgestaltet hat.

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