Kreuzau: Der Kreuzauer Feuerwehr fehlen noch rund 50 Aktive

Kreuzau : Der Kreuzauer Feuerwehr fehlen noch rund 50 Aktive

„Die Freiwillige Feuerwehr Kreuzau ist eine gut aufgestellte und strukturiere Wehr.“ So sieht es die dritte Fortschreibung des Brandschutzbedarfsplanes — die der Gemeinde einstimmig abgesegnet hat — und so beurteilen auch die Verantwortlichen der Wehr die Situation.

„Wir haben lediglich ein Personalproblem. Zur Erreichung der Sollstärke fehlen uns noch etwa 50 Frauen und Männer im aktiven Dienst“, teilte der Stellvertretende Gemeindebrandmeister Christoph Schröder bei der Jahreshauptversammlung der Wehr mit. Mit seinem Kollegen Guido Baden leitete Schröder in Vertretung des erkrankten Wehrleiters Guido Klüser die Versammlung.

Derzeit zählt die Kreuzauer Wehr 174 aktive Mitglieder, darunter elf Frauen. Elf Abgänge im vergangenen Jahr wurden dank zehn Neuaufnahmen, davon vier aus der Jugendfeuerwehr, fast kompensiert. Die Jugendfeuerwehr als Reservoir für den Nachwuchs zählt 54 Jugendliche, die in vier Gruppen von 13 Betreuern herangeführt werden. Auch hier, so Jugendwart Michael Bramer, fehlen zur Sollstärke noch an die 30 Mitglieder. Als großer Erfolg wird im Jahresbericht der Wehr die Kinderfeuerwehr genannt, die Wartelisten hat und in der 16 Kinder unter anderem von neun Betreuern, unter anderen auch Eltern, betreut werden.

Frank und Sandrina Esser sowie Beate Helfmeier wurden vom stellvertretenden Wehrleiter für diese Betreuung in die Unterstützungsabteilung der Wehr aufgenommen. Vier frühere Mitglieder der Kinder- wurden in die Jugendfeuerwehr übernommen.

Fach- und Spezialkenntnisse

„Unentbehrlich“ nannte Bürgermeister Ingo Eßer (CDU) die Wehr, „die uns ein gutes und sicheres Gefühl vermittelt“. Die Gemeinde investierte im vergangenen Jahr rund 400.000 Euro, um die Ausrüstung zu optimieren und die Aus- und Weiterbildung der Mitglieder zu fördern.

Die zunehmenden Aufgaben erfordern weitgehende Fach- und Spezialkenntnisse. Die Wehrleitung sieht hier den Kreis gefordert. Da der Samstag immer mehr zum „normalen“ Arbeitstag werde, könnten die angebotenen Fortbildungsmöglichkeiten von vielen Wehrangehörigen nicht mehr wahrgenommen werden. Christoph Schröder: „Hier sind neue Modelle erforderlich.“ Im Rahmen der Aus- und Fortbildung, die teilweise mit den Nideggen und Hürtgenwald erfolgt, wurden rund 3000 Stunden aufgewendet, umgerechnet 375 Arbeitstage. Die 219 Einsätze der Kreuzauer Wehr, darunter 31 Brandeinsätze und 80 technische Hilfen, forderten die Wehr an jedem zweiten Tag.

Im Rahmen der Versammlung zeichneten Kreisbrandmeister Karlheinz Eismar und der Bürgermeister für 25-jährige aktive Dienstzeit Michael Bramer (Drove), Andrè Beyer (Thum) und Dirk Tillmann (Kreuzau) mit dem NRW-Ehrenkreuz in Silber aus. Dirk Tillmann erhielt zusätzlich die Ehrennadel in Silber des Kreisfeuerwehrverbandes.

(fjs)