Drove: Der „Jummijupp“ ist dabei: Heimatverein gibt sechsten Band heraus

Drove: Der „Jummijupp“ ist dabei: Heimatverein gibt sechsten Band heraus

Ob vom „Jummijupp“, dem sagenhaften Torwart und Tänzer, dem „Burgfräulein“ als erste große Liebe oder dem kaum noch bekannten Straßenzug „Wasseroat“: Band VI aus der Reihe „Dokumentationen, Berichte und Erzählungen“ des Heimat- und Geschichtsvereins Drove-Boich-Thum bringt wieder Interessantes und Wissenswertes. Flott geschrieben und reich bebildert.

Bei der Vorstellung des in einer Auflage von 200 Exemplaren erscheinenden sechsten Bands dankten die Vorsitzenden Karl-Josef Nolden und Klaus Schnitzler insbesondere Jürgen Eichner aus Kerpen.

Die Ferienerlebnisse

Er hat in heiterer Art Ferienerlebnisse in Drove in den Jahren von 1939 bis 1954 niedergeschrieben. Gerta Küpper berichtet aus der NS-Zeit und der Geschichte der jüdischen Drover Bürger Hertha Hirschberg und Josef Treu. Über Tante-Emma-Läden im Dorf wird berichtet, und Horst Hechemer beschreibt die Militäranlagen um Drove.

„Es ist weniger eine wissenschaftliche Betrachtung als mehr die alltägliche Lebenswelt des Dorfes“, sagte Klaus Schnitzler über die Herangehensweise und den Schreibstil der Autoren. Heimatgeschichte und lokaler Lebensbereich werden auch die nächsten Ausgaben prägen, kündigte Karl-Josef Nolden an.

So wird im sich in Vorbereitung befindlichen Band VII ein großer Teil mit dem Schriftwechsel der 1939 als 14-Jährige nach England geschickten Jüdin Helga Leiser und ihre in Drove bis zur Deportation und späteren Ermordung verbliebenen Eltern befassen.

Rund 300 Briefe hat eine Nichte der Helga Leiser dem Geschichtsverein zur Verfügung gestellt.

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