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Der Grünen-Kreisverband kritisiert Panikmache

RWE-Demonstrationen : Der Grünen-Kreisverband kritisiert Panikmache

Der Kreisverband Bündnis90/Die Grünen hat in einer Stellungnahme Verständnis für die verunsicherten Beschäftigten des RWE-Konzerns geäußert. Allerdings wundern sich die Bündnis-Grünen, über den Adressaten der Demonstration.

In einer Stellungnahme des Kreisverbandes heißt es unter anderem:

„Die Verantwortlichen des RWE-Konzerns halten seit Jahren an veralteten Technologien fest anstatt in zukunftsfähige Arbeitsplätze in der Energieversorgung zu investieren. SPD und CDU blasen in das gleiche Horn.

Nun verbreiten sie gegen besseres Wissen Angst und Unsicherheit. Bei einem Kohleausstieg 2030 werden zwei Drittel der heute in Bergbau und Kraftwerken bei RWE beschäftigen Menschen die Altersgrenze für Ruhestand erreicht haben. Das verbleibende Drittel wird noch länger für das Management der Alt- und Ewigkeitslasten der Braunkohle benötigt. Dass heute bei RWE Beschäftigte ins „Bergfreie“ fallen, ist von daher schon nahezu ausgeschlossen. Der allgegenwärtige Fachkräftemangel bei Unternehmen in der Region tut dazu ein Übriges für Beschäftigte, die für sich eine andere Perspektive suchen.

Ausgerechnet die grüne Landtagsfraktion zu beschuldigen, zu wenig für die Verkleinerung der Tagebaue getan zu haben, soll davon ablenken, dass die anderen Parteien im Landtag, also sowohl der Koalitionspartner SPD als auch die CDU und die FDP den Tagebau noch erweitern wollten. Nur gegen größte Widerstände ist es den Grünen gelungen, 1400 Menschen vor der Umsiedlung zu schützen.

Die Grünen im Kreis Düren fordern RWE dazu auf, in einen konstruktiven Dialog mit den Beschäftigten, der Landesregierung und den Verantwortlichen in unserer Region einzutreten.

Bündnis90/Die Grünen sind zum Dialog bereit und fordern RWE und die anderen politischen Parteien auf, ihre Beschimpfungen zu unterlassen und stattdessen gemeinsam für eine Zukunft zu arbeiten, in der Ökologie und Ökonomie in eine vernünftige Balance gebracht werden. Bündnis90/Die Grünen erwarten von der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung (Kohlekommission), dass ein Kompromiss gefunden wird, der den Klimaschutz gewährleistet und durch angemessene Strukturförderung zur Stärkung der Region mit zukunftsfähigen Arbeitsplätzen beiträgt.“