Düren: Der Arzt als Mittler zwischen Islam und Christentum

Düren: Der Arzt als Mittler zwischen Islam und Christentum

Gleich drei Preisträger wurden bei der zweiten Verleihung des „Hero Awards“ im Foyer des Rathauses ausgezeichnet. Die Resonanz auf den im vergangenen Jahr erstmals verliehenen Preis war so positiv, dass der Integrationsrat der Stadt erneut aufgerufen hatte, Dürener Bürger, Vereine, Institutionen oder Organisationen vorzuschlagen, die für preiswürdig gehalten werden.

Diese Kandidaten sollten sich um die Integration zugewanderter Menschen in Düren verdient gemacht haben. Ein weiteres Kriterium war, dass die zu ehrenden Projekte die Kriterien „unparteiische Durchführung“ und „Nachhaltigkeit“ erfüllen.

Im Rahmen der Interkulturellen Woche wurden nun die Preisträger in den Bereichen „Integration“, „Flüchtlingshilfe“ und „Zivilcourage — Hinsehen statt wegsehen“ ausgezeichnet. Jede dieser Auszeichnungen ist auch mit einem Geldpreis von jeweils 1000 Euro verbunden, wie Moderator Rudi Mark erläuterte.

Für seine Zivilcourage wurde Jo Ecker ausgezeichnet, der seit Jahren mit seiner Aktion „Vier Schrauben für Zivilcourage“ das Motto „Fußballvereine gegen Rechts“ auf die Sportplätze nicht nur im Kreis Düren bringt.

Für die engagierte Unterstützung von Flüchtlingen in Düren gab es den Preis für die Mitglieder des Kulturvereins Tamil Makal. Seine Mitglieder helfen Flüchtlingen in Düren vorbildlich bei der Bewältigung kleiner, aber schwieriger Probleme bei der Eingliederung in unsere Gesellschaft.

Dritter Preisträger ist der Arzt Dr. Zuheer Al Halabi, der sich um die Integration von Migranten verdient gemacht hat. „Er öffnet nicht nur sein Haus für sie, sondern geht auch hinaus zu Leuten, denen er helfen kann“, würdigte ihn der Dürener Bürgermeister Paul Larue (CDU) in seiner Laudatio. „Als Mitbegründer des Christlich-Islamischen Gesprächskreises hat sich der Arzt außerdem seit 1994 als Mittler zwischen dem Islam und Christen verdient gemacht.“

(kel)
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