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Düren: Der 1. FC Düren wird konkreter: GFC-Fußballer schließen sich an

Düren : Der 1. FC Düren wird konkreter: GFC-Fußballer schließen sich an

Die Fußballabteilung des GFC Düren 99 wird sich dem 1. FC Düren anschließen. Das steht seit dem Wochenende fest. „Wir haben uns grundsätzlich geeinigt. Jetzt geht es darum, die formalen Dinge zu klären — da haben wir noch viel zu erledigen“, sagte am Montag der Vorsitzende des GFC Düren 99, Henner Schmidt, auf Anfrage.

Zu den formalen Dingen zählt vor allem die Zukunft des Hauptvereins GFC Düren 99. Der soll, wie Schmidt immer wieder betont, nach einer Ausgliederung der Fußballabteilung „nicht in existenzbedrohende Schwierigkeiten“ geraten. Die Fußballabteilung stellt bislang die größte und finanzstärkste Sparte des Gesamtvereins dar.

Heimspielstätte der Fußballsenioren des 1. FC Düren: die Westkampfbahn in Mariaweiler, auf der bislang der GFC Düren 99 seine Spiele in der Landesliga ausrichtet. Foto: Abels

Die Rolle der Westkampfbahn

Eng mit der Zukunft des Hauptvereins ist die Westkampfbahn in Mariaweiler verknüpft: Die Anlage gehört mehreren Eigentümern inklusive dem GFC 99, wie der Hauptverein sie zukünftig nutzen wird, ist noch nicht geklärt. Am Montagabend haben sich deswegen Eigentümervertreter und Notare getroffen. „Es gibt mehrere Ideen, wie wir die vertragliche und rechtliche Situation der Westkampfbahn gestalten werden.

Eine Entscheidung wird wohl in den kommenden 14 Tagen fallen“, sagt Schmidt, der bei diesem Aspekt nicht ins Detail gehen kann. Wolfgang Spelthahn, Landrat und Präsident des 1. FC Düren, betonte auf Anfrage, dass die Variante einer Fusion des Gesamtvereins GFC 99 mit dem 1. FC Düren im Prinzip vom Tisch ist. „Stand jetzt wird sich eine Lösung finden, dafür haben wir genügend fachliche Expertise.“

Entschieden ist, dass schon ab der kommenden Spielzeit die Westkampfbahn die fußballerische Heimat der vier Seniorenmannschaften des 1. FC Düren wird — aller Voraussicht nach in der Mittelrheinliga. Die Chancen, dass entweder der FC Niederau oder der GFC 99 aufsteigt, stehen gut, denn beide Teams führen die Landesliga an. Der allererste Plan war, dass die Senioren auf der Sportanlage der Kaufmännischen Schulen an der Euskirchener Straße in Düren spielen, und sie erst später bei einem möglichen Aufstieg in die Regionalliga auf die Westkampfbahn umziehen.

Dort stehen „sukzessive Ertüchtigungen“ an, wie Spelthahn geplante Baumaßnahmen beschreibt. Angepackt wird in absehbarer Zeit ein Umkleidetrakt, und für einen neuen Parkplatz neben der Sportanlage soll schnellstmöglich eine Einigung mit der Stadt Düren erfolgen.

Stadion entspricht Anforderungen

Regionalligatauglich sei die Anlage jetzt schon, betont Spelthahn. Das ginge aus dem Konzept hervor, das schon vor Jahren für die langfristige Aufwertung der traditionsreichen Sportstätte erarbeitet worden war. Spelthahn: „Das ist übrigens auch unser Vorteil gegenüber anderen Mittelrheinligisten aus der Region, deren Anlagen eben nicht für die Regionalliga geschaffen sind.“ Unter anderem sind zwei separate Eingänge für die jeweiligen Fanlager bei sogenannten „Hochrisikospielen“ ein Faktor.

Die Jugendabteilung mit 21 Mannschaften wird in Niederau ihre Basis haben. Ein weiterer Kunstrasenplatz soll möglichst bald folgen, betont Spelthahn, denn „die Kapazitäten sind bei dem Andrang im Jugendbereich erreicht“. Er will zudem nicht ausschließen, dass ausgewählte Jugendspiele auch mal auf der Westkampfbahn ausgetragen werden.

Und Henner Schmidt betont, dass der ambitionierte Verein beim Nachwuchs nicht nur leistungsorientiert denken wird: „Den Breitensport werden wir auch im Blick behalten.“