Düren: Der 1. FC Düren und der GFC Düren 99 nähern sich an

Düren: Der 1. FC Düren und der GFC Düren 99 nähern sich an

Kommt es doch zu einer raschen Zusammenarbeit zwischen dem ambitionierten 1. FC Düren, den Präsident und Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU) mittelfristig in die Fußball-Regionalliga führen will, und dem Traditionsclub GFC Düren 99? Seit Donnerstagabend sind die Chancen offenbar deutlich gestiegen. Bei einem Treffen haben sich Vorstandsmitglieder beider Clubs angenähert.

Spelthahn und der GFC 99-Vorsitzende Henner Schmidt sprechen von „atmosphärisch sehr guten Gesprächen“. Dabei sei ein starker Wille erkennbar gewesen, zusammenzuarbeiten, um in Düren nach Jahrzehnten wieder eine schlagkräftige Fußballmannschaft zu etablieren, betont Spelthahn und erklärt mit einem Augenzwinkern: „Wir haben erfolgreich sondiert und beschlossen, in Koalitionsverhandlungen einzutreten.“ Allerdings macht Schmidt noch einmal deutlich, dass er keine Entscheidungen treffen werde, die die Existenz aller anderen Abteilungen des Mehrspartenvereins GFC Düren 99 gefährden würden.

In kleinen Arbeitsgruppen sollen binnen 14 Tagen offene Fragen sportlicher und rechtlicher Art ebenso besprochen werden wie Satzungsfragen und zum Beispiel die Wahl des Spielortes, wobei die Westkampfbahn nach Ansicht von Henner Schmidt für den Seniorenbereich „natürlich eine bedeutende Rolle“ spielen müsse.

Die Zeit drängt

Wenn die Ergebnisse der Arbeitsgruppen vorliegen, wollen die Vorstände in großer Runde eine Entscheidung treffen. Dabei drängt die Zeit. Denn eine Kooperation oder Fusion mit Beginn der kommenden Saison müsste nicht nur bis Ende März/Anfang April dem Fußballverband Mittelrhein mitgeteilt werden, auch die Verantwortlichen beider Clubs müssten mit Blick auf die Kaderplanung natürlich schnell Gewissheit haben, betont Spelthahn.

Derweil berichtet der Landrat auch von „guten Gesprächen“ mit potenziellen Sponsoren des 1. FC Düren und großem Interesse, das langfristig angelegte Projekt zu unterstützen. Darunter befänden sich auch bislang im Kreisdürener Fußball nicht vertretene Sponsoren. Am kommenden Freitag trifft sich der 1. FCD-Vorstand in Frankfurt mit Vertretern des US-Sportartikelriesen Nike, um über ein sogenanntes „Betreuungspaket“ zu verhandeln, das unter anderem die Ausrüstung von zwei bis drei Senioren- und den unzähligen Jugendmannschaften des jetzigen FC Niederau vorsieht.

In Sachen Trikot ist Spelthahn im Übrigen angetan vom Design der von Nike ausgestatteten Boca Juniors aus Argentinien, des ersten Clubs des ehemaligen Weltstars Diego Maradona: „Das wären genau unsere Farben.“

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