Düren: Den SWD Powervolleys droht ein Block ohne Kompromisse

Düren: Den SWD Powervolleys droht ein Block ohne Kompromisse

Normaler reist der Tross des Volleyball-Bundesligisten SWD Powervolleys Düren zu Auswärtsspielen einen Tag früher. Zwei Partien in der Fremde sind davon ausgenommen: Wenn die Begegnungen in Solingen gegen die Bergischen Volleys und in Frankfurt bei den United Volleys Rhein Main anstehen, dann machen sich die Dürener am Spieltag selbst auf den Weg zum Wettstreit.

So auch an diesem Wochenende: Am Sonntag sind die Mannen von Trainer Stefan Falter Gast beim Tabellendritten aus Frankfurt. Um 16 Uhr wird die Begegnung angepfiffen. Am Vormittag reisen die Dürener Richtung Main, nachdem sie in der Heimat noch ein leichtes Training absolviert haben. Vor dem Spiel in der Bankenmetropole werden sie noch einen kleinen Spaziergang unternehmen, dann beginnt die Vorbereitung auf ein ehrgeiziges Unterfangen: Aus Frankfurt sind die Dürener bisher immer mit Niederlagen abgereist. Auch morgen?

„Wir wollen den dritten Platz angreifen. Und deshalb ist ein Sieg in Frankfurt das beste Mittel“, gibt Stefan Falter, der Trainer, die Marschrichtung vor. Allerdings stellen die United Volleys Rhein Main, die zwei Punkte vor ihrem ersten Verfolger liegen, aus den verschiedensten Gründen eine hohe Hürde dar. „Sie stehen nicht zufällig auf dem dritten Platz“, erklärte Falter. Stark sind die Gastgeber von morgen, wenn sie aus einer sicheren Annahme mit großer Wucht angreifen. Das athletisch starke Team verfügt auch über einen guten Block und mit Patrick Steuerwald, der aus Herrsching nach Frankfurt wechselte, über einen routinierten Spielmacher.

Allerdings glaubt Falter, dass die Gastgeber verwundbarer geworden sind, weil sie nicht mehr über den Ausnahmespieler Christian Dünnes verfügen: „Da konnte die Annahme noch so schlecht, das Zuspiel deshalb auch nicht berauschend sein, Christian hat dann doch noch den Punkt aus einer schier unmöglichen Angriffssituation gemacht.“ Diesen Spieler sieht Falter trotz der Güte des gegnerischen Kaders aktuell auf der anderen Netzseite nicht.

Deshalb gilt für Falter: „Nur mit einem effektiven Aufschlagsspiel können wir verhindern, dass die Frankfurter ihr wuchtvolles Angriffsspiel aufziehen können. Wackelt ihre Annahmen, könnte sich der Wechsel von Dünnes auf den Posten des Sportdirektors beim Deutschen Volleyballverband negativ auswirken.“

Gleichzeitig darf aber auch die Dürener Annahme nicht schwächeln: Mit Tobias Krick verfügen die Frankfurter über das hoffnungsvollste deutsche Talent auf der Position des Mittelblockers, der mit seinen Mitstreitern den Frankfurter Block zu einer Wand macht: „Wir müssen die Chance haben, variabel angreifen zu können, denn die Hessen packen kompromisslos zu,. wenn sie die Angriffe des Gegners früh erkennen.“

Nicht mit angreifen darf Dürens Annahmespieler Dirk Westphal: Er wurde Anfang der Woche am gebrochenen Daumen der linken Hand operiert.

Mehr von Aachener Zeitung