American Football: Defense der Demons lässt Düren träumen

American Football : Defense der Demons lässt Düren träumen

Das American-Football-Team von der Rur siegt im Playoff-Hinspiel der NRW-Liga 19:14 gegen die Rheine Raptors. Dabei wurde die Schlussphase zu einem echten Krimi.

Dass die Düren Demons das Hinspiel der NRW-Liga-Playoffs gegen die Rheine Raptors noch mit 19:14 für sich entscheiden würden, war kurz vor Spielende nicht mehr zu erwarten.

Etwas mehr als zwei Minuten waren noch auf der Uhr. Es stand 12:14 – gerade hatte die Heim-Offense knapp vor der Endzone den Ball verloren. Die Defense des American-Football-Teams von der Rur machte sich bereit, und Sven Appelt gelang ein Fumble, also dem Quarterback der Gäste aus Rheine das Spielgerät zu entreißen, und zum Touchdown zu vollenden. Der Kick darauf brachte Punkt 19 ein.

Doch nun galt es, diesen knappen Vorsprung über die Zeit zu bringen. Ein nervenaufreibender Spielzug der Münsteraner führte fast noch zum benötigten Touchdown. Zwei Yards vor der Markierung stoppte die Dürener Defense die Angriffsbemühungen. Neun Sekunden vor Schluss war erst klar: Düren gewinnt.

So dramatisch wie die Schlussminuten hatte sich die Partie über weite Strecken nicht präsentiert. Der erste Durchgang ging mit 12:0 deutlich an die Demons, erst allmählich kämpften sich die Raptors im dritten Quarter zurück und drehten die Begegnung zunächst im vierten Quarter, bevor Düren zurückkam.

„Wir hatten zwar viel mehr Strafen als Rheine, haben diese aber meistens in den besseren Situationen bekommen“, sah Cheftrainer Sebastian Granderath, dass seiner Mannschaft das nötige Matchglück hold war.

„Ehre, wem Ehre gebührt“, meinte Granderath und verteilte ein Sonderlob: „Unserem Defense-Koordinator Eric Maddox haben wir den Sieg zu verdanken. Das ist sein Verdienst.“

Und so ist Granderath auch optimistisch für das Rückspiel (So., 15 Uhr), das Rheine schon mit sechs Punkten Differenz gewinnen müsste, um die Meisterschaft noch zu feiern: „Mit Michael Blech und Marvin Becker sind dann aber auch wieder zwei Schlüsselspieler dabei, die uns im Hinspiel gefehlt hatten.“

Für Granderath ist Düren übrigens die erste Station als Headcoach und bislang sind die Demons noch ungeschlagen – oder wie es Präsident Christian Kramer formulierte: „In dieser Hinsicht bleibt er hoffentlich Jungfrau.“ (kte)

Mehr von Aachener Zeitung