Nideggen: Das Projektorchester lässt Elvis Presley auferstehen

Nideggen: Das Projektorchester lässt Elvis Presley auferstehen

Begeisterung nach jeder Komposition und besonders am Ende Konzerts des „Projektorchesters Eifel“, das vor fünf Jahren in Berlin die Farben der Eifel musikalisch vertreten hatte. Günter Sengersdorf, Sprecher des Orchesters, wies bei seiner Begrüßung in der Stadthalle Nideggen auf die Anfänge.

Das aus mehreren musikalischen Formationen der Region Eifel zusammengestellte Ensemble wollte man damals erhalten. Zum Jubiläum hatten die Musiker unter dem Dirigat von Christoph Fahle ein eindrucksvolles Programm ausgeheckt.

Der erste Teil gehörte der traditionellen Konzertliteratur für Blasorchester. Eckpfeiler bildeten die beiden Märsche „Eifelklänge“ von Willy Kreutz und „Die Sonne geht auf“ von Rudi Fischer. Die übrigen Kompositionen waren meist Ohrwürmer, die seit Jahrzehnten die Konzerte durchziehen. „La Storia“ und „Concerto d´Amore“ von Jacob de Haan zum Beispiel.

Die Filmmusik von „Achtzig Tagen um die Welt“ nach dem Roman von Jules Vernes ist das so genannte „Pflichtstück“, das das Projektorchester Eifel im Jahre 2017 bei einem Wettbewerb in Kerkrade spielen wird. „Children of Sanchez“, die Filmmusik über verlassene Kinder in einem kleinen Dorf, zeichnete das ganze Elend der jungen Menschen auf. Gefühlvoll und weich war das Trompetensolo von Christoph Fahle. Nicht zu vergessen aus dem ersten Teil: „Nideggen“, eine Hymne an die Stadt und ihre Bewohner, 2013 von Christoph Fahle getextet und komponiert.

Im zweiten Teil des Konzerts ließen Christoph Fahle und das Projektorchester mit Hilfe von Kay Zenner und seinen fünf Sängerinnen Elvis Presley auferstehen. Zenner hatte sie „drauf“, die Stimme eines der größten Rockidole aller Zeiten. Der Sänger traf die dunklen und romantischen sowie die hohen und herausfordernden Töne. Seine Stimme balancierte zwischen Hoch und Tief, zwischen Laut und Leise, zwischen stürmisch und empathisch.

Und die Besucher wurden wacher, klatschten, einige tanzten, erinnerten sich an den Rock‘n‘Roll ihrer Jugendzei. „Zarathustra“, „Love me Tender“, „Burning in Love“, „In The Ghetto“, „Falling in Love“ und viele andere Lieder brachten den Saal in Stimmung. Der Schluss des Konzertes war dem Projektorchester Eifel mit Sinatras „I did it my way“ vorbehalten, eine gefühlvolle Präsentation, die den Heimweg verschönern sollte.

Schade, so sahen es die Musiker und viele Besucher, die aus Orten rund um Nideggen gekommen, dass Bürger aus Nideggen ein solch tolles Konzert verpasst haben. „Dabei sind wir schon seit Jahren“, sagte Günter Sengersdorf, „aus dem ‚Dicke-Backe-Blasen‘ raus. Wir machen gute orchestrale Musik.“