Düren: Das Muttergotteshäuschen ist erfolgreich restauriert worden

Düren : Das Muttergotteshäuschen ist erfolgreich restauriert worden

Anlässlich der Wiedereröffnung des Muttergotteshäuschens an der Zülpicher Straße fand vergangenen Sonntag ein Festkonzert in der kleinen Wallfahrtskirche statt. Unter der Leitung von Reinhard Berg trat der Frauenchor St. Josef auf, ergänzt von Andrea Meyer-Schlicht an der Querflöte.

Warmes Wetter und eine idyllische Atmosphäre — ideale Voraussetzungen, um die Wiedereröffnung des Muttergotteshäuschens zu feiern. Rund 120 Besucher waren am Sonntagnachmittag gekommen, um in und vor der kleinen Kirche der musikalischen Unterhaltung zu lauschen.

Die fünfzehn Damen des St. Josef Chors präsentierten traditionelle Kirchenlieder, klassische Stücke von Bach und neuere christliche Musik des 20. Jahrhunderts. Begleitet von Reinhard Berg am Piano und Andrea Meyer-Schlicht an der Querflöte, ergab sich ein sehr harmonisches Klangbild.

5000 Pilger im Marienmonat

Das Muttergotteshäuschen, dessen Geschichte bis ins Mittelalter zurückreicht, war Ende April nach Restaurierungsarbeiten im Innenraum wieder der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden. Der Zeitpunkt könnte kein besserer sein: pünktlich zum Marienmonat Mai. Zu dieser Zeit besuchen etwa 5000 Pilger jedes Jahr den Wallfahrtsort, der zur Pfarre St. Lukas gehört.

Eine Projektgruppe, bestehend aus Pfarrer Ernst-Joachim Stinkes, einem Architekten und mehreren Mitgliedern des Fördervereins Muttergotteshäuschen hatte die Neugestaltung geplant.

Moderne Gestaltung

Das circa 140 Jahre alte Gnadenbild „Trösterin der Betrübten“ von Johann Adam Siepen ist nun an einer neuen Holzverkleidung an der Stirnwand der Kapelle angebracht und steht somit im Vordergrund. An der Stelle, wo man den alten Altarsockel aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg fand, steht ein neuer Altar.

„Es war uns wichtig, die alten Elemente mit moderner Gestaltung zu verbinden. So haben wir beispielsweise die traditionelle Rankenmalerei beibehalten“, erklärte Dr. Thomas Rubel, Mitglied des Kirchenvorstandes St. Lukas und Lehrer am Stiftischen Gymnasium in Düren.

Auch er war an der Planung der Sanierungsarbeiten beteiligt, die ihm sehr am Herzen liegt. „Gerade in Zeiten, in denen der Glaube schwindet, tragen wir die Verantwortung, die über 600 Jahre alte Gebetstradition im Muttergotteshäusschen zu erhalten“, erklärt Rubel am Sonntag. Die Kosten für die Restauration liegen bei 260.000 Euro. Dieses Geld konnte einerseits mit Spenden, andererseits mit Beigaben des Fördervereins zusammengetragen werden.

(nie)
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