Vossenack: Das große Wiedersehen in der Aula: 250 Gäste beim Festakt

Vossenack: Das große Wiedersehen in der Aula: 250 Gäste beim Festakt

Das Jubiläumsjahr bei den Franziskanern hat begonnen, die 50 ist rund. Genau am 29. Juni 1966 wurde in Vossenack der Grundstein zur Errichtung von Kloster, Internat und Gymnasium gelegt. Seither sind die Franziskaner vor Ort, kümmern sich um Bildung, Erziehung und Seelsorge.

Den ersten Aufschlag einer ganzen Reihe von Veranstaltungen im Jubiläumsjahr erlebten am Mittwochabend rund 250 geladene Gäste in der Aula des Franziskusgymnasiums. „Hallo“, „Na, wie geht‘s“, „Grüß Dich“, „Ja isset möchlich“, „Das werd‘ ich nie vergessen“ lauteten die Satzfetzen, die gleich zu Beginn durch die Aula und die Gänge schwirrten. Viele der Anwesenden kannten sich noch aus Schülertagen.

Pater Dr. Johannes B. Freyer aus Rom hielt in der Aula in Vossenack den Festvortrag

Der heutige Schulleiter, Pater Peter Schorr, begrüßte viele Gäste einzeln, dazu zählten Ehemalige, aber auch Vertreter aus der Politik und von benachbarten Institutionen.

Pater Dr. Johannes B. Freyer aus Rom hielt einen Festvortrag. Er beleuchtete die Wirkung der Persönlichkeit Franz von Assisis im Laufe der Jahrhunderte. Während einer Gesprächsrunde, die Lehrer Reinhard Palm moderierte, erinnerte sich Pater Peter an den Tag der Grundsteinlegung.

Der damals 14-jährige Peter Schorr war Internatsschüler bei den Franziskanern in einer Einrichtung in Holland nahe der Grenze bei Roermond. Pater Peter: „Das ganze Internat fuhr am 29. Juni 1966 mit Bussen nach Vossenack.“ Das Wetter, wusste der inzwischen 64-Jährige zu berichten, war damals denkbar schlecht. „Es war ein schlimmes Wetter, nass, kalt und absolut nebelig. Wir konnten die Baustelle vor lauter Nebel gar nicht überblicken.“ Die Feierlichkeiten fanden dann auf dem gerade gegossenen Schwimmbecken statt. Das Becken war mit Bohlen abgedeckt worden.

Eine von einem Pater auf Pergament handgemalte Urkunde wurde im Grundstein versenkt.

Nach der Veranstaltung in Vossenack fuhren die Internatsschüler weiter nach Schwammenauel an den Rursee. Pater Peter: „Dort gab es Bockwurst mit Fritten. Anschließend machten wir eine Bötchentour, das Wetter klarte auf und nachmittags strahlte die Sonne vom Himmel. Für uns war das damals ein absolut großartiger Tag.“ Zur Gesprächsrunde zählten weiter Männer der ersten Stunden wie etwa der ehemalige Internatsleiter Pater Alfons, dann Pater Lothar, Dr. Hans-Peter Esser und Willi Wilden.

Pater Wolfgang Mauritz zitierte zu Beginn des Festaktes Franz von Assisi (1182 bis 1226), nach dessen Regeln die Franziskaner leben. Er soll gesagt haben: „Wenn es Dir gut tut, dann komm.“ Viele Tausend Schüler und Erwachsene sind in den vergangenen fünf Jahrzehnten nach Vossenack zu den Franziskanern gekommen, 580 Schülerinnen und Schüler sind es aktuell, die jeden Tag auf‘s neue die Schulbank auf der Bergkuppe drücken.

Sieben Franziskaner zählt das Kloster derzeit noch, die die Bewirtschaftung übernehmen gemeinsam mit vielen Helfern. Die Nachwuchssorgen können nicht ausgeblendet werden. Daher wünschten sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einhellig, dass die Einrichtung der Franziskaner in Vossenack irgendwie erhalten bleibt.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgte ein Klarinettenquartett aus Stolberg.

Mehr von Aachener Zeitung