Darts-Grenzland-Cup in der Festhalle in Birkesdorf

Hunderte Spieler kommen zur Festhalle in Birkesdorf : Spannende Duelle beim Darts-Grenzland-Cup

Darten – das macht man doch nur in der Kneipe? Von wegen! Wer am Wochenende die Festhalle in Birkesdorf besuchte, wurde schnell eines besseren belehrt.

Zum 32. Darts-Grenzland-Cup reisten hunderte Darts-Spieler aus der Region, aber auch aus vielen anderen Teilen der Republik an, um die Pfeile fliegen zu lassen und Punkte für die deutsche Meisterschaft zu sammeln.

Der Anblick, der sich einem vergangenes Wochenende beim Betreten der Festhalle Birkesdorf bot, wirkte zugegebenermaßen nicht sonderlich strukturiert. Unzählige Spieler, viele in Trikots, standen an über 40 Dartsautomaten, Pfeile flogen durch die Luft, man unterhielt sich, lachte, trank und ständig ertönten Durchsagen.

Doch der Schein trog: Das bunte Treiben folgte einem genauem Ablaufplan. C, B, und A-Klassen, Einzel, Doppel und Mixed – für einen flüssigen und professionellen Spielbetrieb sorgten Turnierleiter Achim Lintzen und sein Team. „Wie auch bei anderen Sportarten gibt es verschiedene Disziplinen und Spielerklassen, die Profis sind in Ligen organisiert“, erklärte Lintzen. Der Alsdorfer ist als Ligasekretär des VSAA (Vereinigung der Sportautomaten-Aufsteller im Grenzland Aachen) tätig, einem Verband, der 1988 mit zwölf Teams gegründet wurde.

Heute gehören dem VSAA aktuell 496 Dartsvereine an, das Gebiet reicht im Westen von der holländischen Grenze bis nach Düsseldorf, im Norden vom Erftkreis bis nach Monschau. Achim Lintzen: „Von Anfang an war sehr hohes Interesse da, sodass der Ligabetrieb regelrecht durch die Decke ging. Heute bleibt unsere Mitgliederzahl stabil, jedes Jahr verlassen uns Teams, aber es kommen auch immer wieder neue hinzu.“

Von Freitagabend bis zum späten Sonntagnachmittag wurde sich in Birkesdorf im Pfeilewerfen duelliert. Den „schwächeren“ C- und B-Klassen folgten die Spiele der A-Klassen, später dann auch die der Profis aus der Bezirks- und Bundesliga. Am Sonntag hatten die Teams dann die Möglichkeit, Punkte für die deutsche Meisterschaft zu sammeln. „Es gibt zwar Geldpreise und Trophäen zu gewinnen“, sagte Achim Lintzen. „Viele Höherplatzierte aus ganz Deutschland sind aber vor allem hier, um sonntags Punkte zu verdienen.“

Zwei Vereine aus der Region sind derzeit in der Bundesliga angesiedelt: Die „Grenzland-Piraten“ aus Eschweiler sowie das Team „Magic Düren“. Zu einer solchen Platzierung gehört viel Training, Leidenschaft und Disziplin. Das weiß auch Paulo Ferreira aus Heinsberg, der in den letzten Jahren bereits sieben Mal deutscher Meister wurde und sich viele weitere Titel sichern konnte, auch auf europäischer Ebene. „Wie die meisten habe ich zu Beginn nur in der Kneipe mit Freunden gedartet“, erzählte er. „Ich bin dann zufällig in die professionelle Schiene gerutscht, nachdem man mich mit zu einem Turnier geschleppt hat. Seitdem bin ich mit Herzblut dabei.“

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