3-D-Mammographiegerät ist neuester Stand: Damit kleinste Veränderungen sichtbar werden

3-D-Mammographiegerät ist neuester Stand : Damit kleinste Veränderungen sichtbar werden

Neues 3-D-Mammographiegerät am St.-Marien-Hospital in Birkesdorf. „Derzeit höchster Standard“.

Das St.-Marien-Hospital verfügt über ein neues Mammografiegerät, das höchste Bildauflösung bietet und für Diagnosen und Therapien bei Brusterkrankungen eingesetzt wird. Das Gerät ermöglicht eine sogenannte 3-D-Mammografie (Tomosynthese). Die Brust wird dabei aus verschiedenen Perspektiven aufgenommen und es entstehen sehr scharfe Schichtaufnahmen.

Daraus errechnet die dazugehörige Software eine 3-D-Darstellung der Brust. Besonders bei dichtem Gewebe kann so vermieden werden, dass durch sich überlagernde Strukturen kleinere Veränderungen übersehen werden. „Diese Untersuchungsmethode ist viel sensitiver als die 2-D-Mammographie, bei der zwei Aufnahmen erstellt werden“, erklärt Dr. Erika Kim, Chefärztin der Abteilung für Radiologie des St.-Marien-Hospitals.

„Wir erhalten deutlich mehr Informationen, was besonders bei der Abklärung vorangegangener unklarer Befunde hilfreich ist“, ergänzt Dr. Anna Rüland, Oberärztin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe und Sektionsleiterin Brustzentrum.

Auch die stereotaktische Drahtmarkierung führen die Fachärzte mit dem Gerät durch: Wurden nicht tastbare Veränderungen in der Brust festgestellt, die weiter abgeklärt werden müssen, markieren die Ärzte den Bereich, in dem die Veränderungen vorhanden sind. Der Operateur kann dann die Stelle finden, an der eine Gewebeprobe entnommen werden soll.

„Das neue Gerät bietet den derzeit höchsten Standard in der Bildgebung. Wir freuen uns, unseren Patientinnen im Brustzentrum diese Möglichkeit bieten zu können“, sagt Erika Kim. „Ein Verdacht auf Brustkrebs ist für die Betroffenen belastend. Wir bieten unseren Patientinnen nun modernste Diagnostik mit präzisen Ergebnissen und wohnortnahe Begleitung und Behandlung“, ergänzt Medizinerin Anna Rüland.

Für die Patientin besteht kein großer Unterschied zur herkömmlichen Mammographie. Die Brust wird ebenfalls für die Untersuchung zusammengedrückt, um die Strahlendosis gering halten zu können. Allerdings verfügt das neue Mammografiegerät über eine gewölbte Andruckplatte für eine verbesserte gleichmäßige Kompression der Brust. Während der Aufnahme bewegt sich das Gerät leicht, die Dauer der Untersuchung ist vergleichbar zur herkömmlichen Mammografie.

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