Damensitzung in Gladbach: 732 feiern mit Karnevalsstars

732 Jecke : „Glabige“ feiern mit den Topstars des Karnevals

Wenn die Gladbacher Festhalle einmal im Jahr Kopf steht, ist garantiert Damensitzung der "Verdötschte Glabige" angesagt. 732 Frauen feierten in der wieder einmal bis auf den letzten Platz gefüllten guten Stube des Ortes mit zahlreichen Topstars des Kölschen Karnevals eine ausgelassene Party.

Es ist die familiäre Atmosphäre, die viele Frauen neben dem Spitzenprogramm seit Jahren immer wiederkommen lässt. An Karten zu kommen, ist ähnlich schwer wie im benachbarten Vettweiß. "Die Karten werden quasi vererbt", erklärt Hans-Peter Berendes, Literat und zweiter Vorsitzender der KG, mit einem Schmunzeln im Gesicht. Aber eine weitere Sitzung neben der ebenfalls seit Jahren ausverkauften Herrensitzung ist für die KG trotzdem kein Thema, erledigen die KG-Mitglieder das Gros der Arbeiten doch in Eigenregie. "Als kleines Dankeschön gibt es dafür ein gemeinsames Essen", berichtet Berendes.

Danke sagt die KG in dieser Session im Übrigen auch dem sogenannten "Hallenteam", rüstigen Rentnern, die sich seit nunmehr elf Jahren fast täglich darum kümmern, dass die zur Jahrtausendwende errichtete Festhalle in Schuss bleibt. Ihnen haben die "Verdötschte Glabige" ihren Sessionsorden gewidmet.

Zurück zur Sitzung: Im gut fünfstündigen Programm, präsentiert wie immer von Sitzungspräsident Heinz-Jürgen Berendes und stimmungsvoll eröffnet vom Trompetercorps "Die Kaafsäck" aus Eschweiler-Dürwiß, blieb auch diesmal kaum ein Wunsch unerfüllt. Mit den "Paveiern", "Räubern", "Klüngelköpp", "Brings" und "Domstürmern" ließen es gleich fünf Topbands der Domstadt mit ihren Hits krachen. Nicht fehlen durfte auch Marita Köllner, die in Glabig Stammgast ist. Zeit zum Luftholen blieb da wenig, zumal mit Bauchredner Klaus Rupprecht ("Klaus & Willi) sowie dem Duo "Willi und Ernst" auch noch ausgezeichnete Redner die Frauen in ihren Bann zogen.

Für die tänzerischen Einlagen sorgten nicht nur die Garden und Mariechen der gastgebenden Gesellschaft, allen voran die Gruppe "Shotaga" mit ihrem an spanischen Rhythmen orientierten Showtanz im Flamencostil, der verdientermaßen langanhaltenden Applaus erhielt. Darüber hinaus setzte die Stattgarde Colonia Ahoj ein weiteres Ausrufezeichen auf einer Sitzung, die Appetit auf mehr machte. "Im kommenden Jahr haben wir 'Kasalla' und die 'Höhner' im Programm", verriet Berendes schon einmal.

(ja)