Gürzenich: Damensitzung der „Jüzzenije Plüme“: Marita Köllner löst Lachsalven aus

Gürzenich: Damensitzung der „Jüzzenije Plüme“: Marita Köllner löst Lachsalven aus

Da waren die 600 Frauen aber baff: Kaum hatte Marita Köllner, auch bekannt geworden als „Fussich Julchen“ (Rothaariges Julchen), am Mittwochnachmittag die Bühne im ausverkauften Zelt am „Haus für Gürzenich“ erklommen, riss sie sich auch schon ihre rothaarige Perücke vom Kopf.

Das künstliche Haarteil tauschte sie mit raschen Handgriffen gegen die Mütze von Prinz Dietmar I. (Schaefer) ein, der gerade neben ihr stand. Damit der Prinz der ausrichtenden Karnevalsgesellschaft „Jüssenije Plüme 1954“ keinen kalten Kopf bekam, stülpte die Kölner Sängerin der Gürzenicher Tollität kurzerhand den falschen „Fiffi“ über das Haupthaar. Die Menge war begeistert und grölte und jubelte den beiden zu.

Marita Köllner tauschte mit Prinz Dietmar I. (Schaefer) ihr künstliches Haupthaar. Foto: Gudrun Klinkhammer

„Du bist aber wirklich ein humorvoller Prinz“, freute sich Marita Köllner. Sie zückte ihr Handy, um auf offener Bühne ein „Selfie“ von sich und dem Regenten zu machen. Bestens gelaunt fuhr sie dann im Programm fort und schmetterte weiter ihre beliebten Lieder wie etwa „Können diese Augen lügen“ oder auch „Schön war die Zeit“.

Ehrenpräsident Winni Schmitz und der stellvertretende Präsident Lothar Claßen führten durch das abendfüllende Programm. Als eigene Kräfte traten die Bambini-Garde, die „Plüme Stars“ und die „Plüme Girls“ sowie „Los Krawallos“ auf.

Der Geschäftsführer der KG, Marc Holz, erklärte: „In diesem Jahr besteht die Sitzung aus sehr vielen Musik-Acts. Stark vertreten sind dabei die ‚Jungen Wilden‘ des Kölner Karnevals wie ,Querbeat‘ und ,Cat Balou‘.“ Die Jungen Wilden wurden ebenso bejubelt wie die Klüngelköpp, Björn Heuser, das Thorrer Schnautzerballett und die Domstürmer.

Der Nachschub stockte

Während das Programm durchweg den größten Gefallen beim Publikum fand, vermissten zahlreiche Besucherinnen die Sektbar, die im vergangenen Jahr für feucht-fröhlichen Nachschub gesorgt hatte, etwa Heidi Franzen aus Schmidt und Claudia Thomas aus Bergstein. Auch die Versorgung mit Getränken im rappelvollen Zelt stockte vor allem zu Beginn der Sitzung erheblich.

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