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Start Mitte Dezember: Corona-Impfzentrum Am Ellernbusch in Düren

Start Mitte Dezember : Corona-Impfzentrum Am Ellernbusch in Düren

Das Corona-Impfzentrum für den gesamten Kreis Düren wird auf dem früheren Telekom-Gelände Am Ellernbusch in Düren eingerichtet. Darüber informierten am Donnerstagabend Kreisverwaltung und Landrat Wolfgang Spelthahn (CDU). Das Zentrum soll ab dem 15. Dezember betriebsbereit sein.

 Der Kreis hofft auf die Zuteilung von zunächst 15.000 Impfdosen, um in einem ersten Schritt 7.500 Personen jeweils zwei Mal impfen zu können.

Nach Informationen unserer Zeitung hat sich der Eigentümer der Immobilie selbst an den Kreis gewandt und das Gebäude zur Nutzung als Impfzentrum angeboten. Eine Einigung erfolgte dann noch am Donnerstag. Damit hat der Kreis schon jetzt die Vorgabe der Landesregierung umgesetzt, bis zum 15. Dezember Impfzentren einzurichten, um schnell viele Menschen mit den entsprechenden Dosen des Impfstoffs versorgen zu können. Darüber hinaus werden auch Impfteams eingesetzt, die die Injektionen unter anderem in Senioreneinrichtungen verabreichen. Zunächst sollen ohnehin die Risikogruppen versorgt werden.

„Wir sind froh, schnell eine passende Immobilie gefunden zu haben“, teilte Landtrat Spelthahn mit. Auch die Arena Kreis Düren war im Gespräch. Diese Möglichkeit wurde jedoch verworfen: Zum einen hätte man mit großem Aufwand baulich einiges verändern müssen, um die Impfstraßen zu trennen, was viel Geld und Zeit gekostet hätte. Auch organisatorisch barg die Einrichtung dort Schwierigkeiten. „Zuletzt muss man erwähnen, dass dann eine anderweitige Nutzung der Arena für die Dauer des Impfzentrums nicht möglich gewesen wäre“, sagte Spelthahn.

So fiel die Entscheidung schnell auf das Gebäude in der Nähe des Annaplatzes, das schon bei der Sanierung des Dürener Rathauses als Übergangslösung diente. Die Vorteile: Es liegt zentral im Kreis, die Abläufe lassen sich in den vorhandenen Räumen gut einhalten und in der unmittelbaren Umgebung stehen ausreichend Parkplätze zur Verfügung. Auch ein Träger ist gefunden: Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) wird den Betrieb in enger Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises übernehmen. Derzeit zeichnet die KV auch für das Abstrichzentrum an der Dürener Automeile verantwortlich.

Fehlt noch der Impfstoff. Aktuell weiß man noch nicht, welches Präparat die Zulassung erhält und letztlich geliefert wird. Dies spielt unter anderem eine Rolle, wie mit dem Wirkstoff umzugehen ist. Von den derzeit bekannten Impfstoffen müssen manche bei extremen Minustemperaturen gelagert und binnen sechs Stunden verabreicht werden. Auch dafür will der Kreis die Voraussetzungen schaffen. Später ist auch denkbar, dass der Impfstoff an mehreren Orten im Kreis injiziert wird. „Dann sind auch weitere Impfstellen denkbar“, sagt Spelthahn. Zunächst fällt der Startschuss im ehemaligen Telekom-Gebäude. Ab Mitte Dezember ist man bereit.