Düren: Christian Wulff versteht sich als Brückenbauer

Düren: Christian Wulff versteht sich als Brückenbauer

Zur aktuellen Debatte um den Nachfolger von Bundespräsident Joachim Gauck wollte sich Christian Wulff nicht äußern. „Aus Respekt vor dem Amt“, betonte der 57-Jährige, der von 2010 bis 2012 Gaucks Vorgänger im höchsten Staatsamt der Bundesrepublik Deutschland war, bevor er nach staatsanwaltlichen Ermittlungen seinen Rücktritt erklärte.

Wichtig aber sei, dass der Bundespräsident von einer breiten Mehrheit getragen werde, betonte der Niedersachse, der sich am Mittwochabend im Rathaus im Beisein von Bürgermeister Paul Larue (CDU) ins Goldene Buch der Stadt Düren eintrug. Die Frage, ob es mit Blick auf die Porträts der elf bisherigen Staatsoberhäupter, die den kleinen Sitzungssaal des Rathauses zieren, nicht Zeit für eine Frau im höchsten Staatsamt wäre, quittierte er mit einem Lächeln, kommentieren wollte er sie nicht.

Christian Wulff, der als Gast des dritten Dürener Stadtgesprächs auf Einladung des Kommunikationsberaters Ulrich Stockheim in Düren weilte, war nicht das erste Mal an der Rur. Vor Jahren hatte Thomas Rachel den damaligen Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen zum Neujahrsempfang der Kreis-CDU auf Schloss Burgau eingeladen.

Mit Düren bringe er den Namen Oliver Bierhoff in Verbindung, gestand der Fußballfan Wulff, der sich als Sympathisant der Gladbacher Borussia outete, vor allem aber auch die große Integrationskraft der Nationalmannschaften der Männer und Frauen lobte.

Beim Stadtgespräch in der Birkesdorfer Festhalle hob Wulff die Notwendigkeit einer starken Demokratie hervor. Er selbst versteht sich als „Brückenbauer“, der vor allem die jüngere Generation für die demokratischen Werte gewinnen will.

(ja)