Christa und Günter Schnabel feiern Diamanthochzeit

Ehejubiläum : Diamanthochzeit von Günter und Christa Schnabel

In Hahn bei Düsseldorf lernte Günter Schnabel vor über 60 Jahren seine Frau Christa kennen. Die Tante des heute 85-jährigen wohnte damals in direkter Nachbarschaft zu Christa Schnabels Familie.

Während Günter Schnabel in Düsseldorf aufgewachsen ist und die Jahre als junger Erwachsener hier verbrachte, wuchs seine sieben Jahre jüngere Frau im Zuge der Kinderlandverschickung an verschiedenen Orten auf. So wurde die 78-jährige in Regensburg geboren, wohnte anschließend bis zum sechsten Lebensjahr im Düsseldorfer Stadtteil Benrath und dann weitere vier Jahre in Irland.

Die Kinderlandverschickung diente dazu, Kinder und zum Teil auch ihre Mütter aus zerstörten Städten zu evakuieren und sie in Sicherheit zu bringen. Nach dem zweiten Weltkrieg nahm Irland zudem über 1000 hungernde Kinder aus dem zertrümmerten Deutschland auf.

1968 zogen Günter und Christa nach Schnabel Kreuzau. Der gelernte Maschinenschlosser arbeitete hier fast sein ganzes Berufsleben als Schweißer, während sich Christa Schnabel auf die herausfordernde Erziehung von vier Kindern konzentrierte. Aus ihrer 60-jährigen Ehe sind neben den vier erwachsenen Kindern mittlerweile sechs Enkelkinder und seit einer Woche auch das erste Urenkelkind hervorgegangen.

Auch heute noch stellt sich Christa Schnabel unterschiedlichen Herausforderungen. Aktiv und engagiert wandert sie im Eifelverein der Ortsgruppe Nideggen. Ihr Mann bevorzugt das Lesen und Rätsel lösen in seiner Freizeit. „Bis 65 war ich sehr aktiv im Fußball“, erzählt er. Der leidenschaftliche Fortuna-Düsseldorf-Fan spielte in seiner Jugend beim SV Lohausen in der Bezirksliga und später in der Alt-Herren-Mannschaft in Untermaubach bei Kreuzau.

Ihren diamantenen Hochzeitstag feierte das Ehepaar Schnabel im Kreis der Familie bei Kaffee und Kuchen. Eine ihrer Töchter kann allerdings nicht anreisen. Sie wohnt mit ihrer Familie in der Schweiz und kommt an Weihnachten nach Kreuzau. Dann soll der verpasste Hochzeitstag in einem nachgeholt werden.

Wichtiger aber als die Entfernung oder unvollständige Familienzusammenkünfte ist aber etwas ganz Banales. „Wir sind zufrieden und glücklich, aber vor allem sind alle gesund!“, sind sich Christa und Günter Schnabel einig und gleichzeitig dankbar für ihre Familie und die gemeinsame Zeit.

(tj)
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