Vossenack: Chor hat nichts von seiner Kraft eingebüßt

Vossenack: Chor hat nichts von seiner Kraft eingebüßt

Bis in die letzten Reihen war die Klosterkirche des Franziskanerordens in Vossenack gefüllt und auch von den beigestellten Stühlen blieb keiner leer. Das Gotteshaus platzte aus allen Nähten. Das Konzert der Gospel-Sänger des Chores Crescendo war für viele Bewohner der Höhengemeinde nach dem begeisternden Auftritt an selber Stelle im vergangenen Jahr dick im Kalender angestrichen.

Nicht umsonst: In der offenen Atmosphäre der Klosterkirche rissen die Sänger auch in diesem Jahr ihr Publikum mit. Organisiert wurde das zweistündige vom Verein Höhenart, welcher den Chor zum „Gala-Konzert“ in den Hürtgenwald geladen hatte.

Unter dem Thema „Music in me“ hatten die Sänger ein Programm von 24 Liedern mitgebracht. „Music in Me“ ist auch der Titel der neuen CD des Chors, für die Moderator und Bass Pit Kaestner humoristisch zu werben wusste. Auf der Bühne bewiesen die Musiker, dass sie auch im Jahr nach ihrem 40. Chorjubiläum nicht an musikalischer Kraft verloren haben.

Im ersten Teil spielten die Sänger unter der Leitung von Sabrina Koultchitski die gesamte Bandbreite ihrer langjährigen Expertise im Gospel aus. Gekleidet in ihren markanten Gospelroben begeisterten sie mit Stücken wie „Ain’t no Mountain high enough“, „Deep River“ oder von Beethoven ihr Publikum.

Ohne Pause ging es danach in den zweiten Konzertteil über, welchen Kaestner in Anlehnung an den spirituellen Gospelblock als den „weltlichen Teil“ des Konzertes betitelte. In der folgenden Halbzeit überzeugte der Chor durch Abwechslung. Neben kraftvollen Stücken wie dem „Exodus“ standen ruhige Lieder wie Elton Johns „Joyfull“ auf dem Zettel. Zudem setzen die Musiker auf bekannte Hits. Ob Totos „Afrika“ oder Katy Perrys „Firework“ - die Chorversionen bekannter Radiohits trafen den Nerv des Publikums.

Insgesamt begeisterten die Musiker ihre Gäste zwei Stunden. Für ihren Auftritt ernteten die Chorsänger am Ende „stehende Ovationen“. Die Musiker ihrerseits dankten dem Verein Höhenart für die Einladung, den Ordensbrüdern für die herzliche Bewirtung und natürlich vor allem ihrem Publikum für den tollen Abend. Mit einem gemeinsamen „Oh Happy Day“ verabschiedete sich Crescendo nach der Zugabe von der Bühne auf dem Klosteraltar.

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