Winden: Chöre teilen die Freude mit den vielen Besuchern

Winden: Chöre teilen die Freude mit den vielen Besuchern

Über der Einladung stand: Weihnachtskonzert des Frauenchors Cantabile Üdingen 1999 in der Pfarrkirche St. Urbanus Winden. Gefolgt waren dieser Einladung viele Menschen, die das 3. Weihnachtskonzert des Frauenchores unter der Leitung von Sopranistin Natalia Schmidt miterleben wollten.

Der Beifall nach jedem Gesangsblock und am Schluss war Dank für eine Darbietung, die die Menschen innehalten ließ und sie in eine Andachtsstimmung versetzte. Hier ging es nicht darum, musikalische Höhepunkte zu bewundern. Die Besucher wollten keine verpatzten Einsätze registrieren. Es war kein Wettbewerb der Instrumente und der Stimmen. Schlicht und ergreifend standen da im Chorraum der Windener Pfarrkirche festlich gewandete Frauen und Männer, Laien, die Freude am Singen haben und diese Freude mit anderen Menschen teilen wollten.

Die Planer und Gestalter des Programms trafen mit der Auswahl der Lieder den Nerv der Gäste. Wer kann sich nicht an das Gewinnerlied beim „Eurovision Song Contest“ im Jahre 1982 erinnern? Komponiert von Ralph Siegel und interpretiert von Nicole. „Ein bisschen Frieden“ überzog damals Deutschland, Europa und die Welt. Die Moderatorin des Konzerts, die Vorsitzende des Frauenchors, Ingrid Ramacher, wünschte in ihrem Wortbeitrag einen dauerhaften Frieden für die Menschen in Europa und der Welt.

Lieder wie „Es war in einer Nacht in Bethlehem“ und „Hört, es klingt vom Himmelszelt“ stimmten in diese Friedensbotschaft ein.

Den zweiten Gesangsblock bestritt der MGV Frohsinn Üdingen. „Tröstet mein Volk“, eine Kantate von Gerhart Rabe, „Friedensglocken, Weihnachtszeit“ von Robert Pappert sowie „Weihnacht naht“ von Franz Greis spannen die Gedanken an Frieden und Hoffnung weiter.

Sozialkritisches Stück

Schon sozialkritischer war der Beitrag „Sieh auf deinem Weg“ aus dem Film „Die Kinder des Monsieur Matthieu“. Versöhnlicher war wieder Mozarts „Brennende Lichter“ und der Ohrwurm der vergangenen Jahrzehnte, das Hallelujah“ von Leonhard Cohen, das Dirigentin Natalia Schmidt sang, während der Frauenchor den Refrain übernahm.

Den Schlussakkord setzten Männerchor und Frauenchor gemeinsam. „Licht ist in die Welt gekommen“ von Bach und zusammen mit den Besuchern sangen die Männer und Frauen „Oh du fröhliche“.

Aufgelockert wurde der Chorgesang von den technisch und empathisch perfekt gespielten Soli des Gitarristen Lajos Tar. Seine „Variationen“ zum Lied „Schneeflöckchen“ waren sehr beeindruckend. Noch beeindruckender performte Tar das Lied „Die Hirten“ von Carlo Domeniconi. Natalia Schmidt sang, begleitet von der Gitarre, „Kommet ihr Hirten“, einfach klasse.

Die Klavierbegleitung der Chorlieder hatte Tanja Wollert übernommen.

Ergreifend die Zwischentexte zu den musikalischen Darbietungen, ausgesucht und passend zu der Thematik, glänzend vorgetragen von Frauen aus dem Chor.