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CDU lädt zur Anwohnerversammlung in die Festhalle

Erweiterung des Neubaugebietes im Kreuzauer Süden : CDU lädt zur Anwohnerversammlung

Der Zentralort will wachsen. Nein, er muss, denn die Nachfrage nach Baugrund ist groß und selbst einheimische junge Leute haben kaum Chancen, in ihrem Heimatort bauen zu können. Deshalb hat der Gemeinderat einstimmig eine Erweiterung des Baugebietes „Kreuzau-Süd“ beschlossen.

„Das ist die einzig reale Möglichkeit einer Ausdehnung“, betonte Jo Kaptain (CDU), Vorsitzender des Bauausschusses, in einer Anwohnerversammlung, zu der die CDU-Ratsmitglieder Kaptain, Detlef Hüttel, Michael Tesch, Peter Macherey, Stefan Schmidt und Ortsvorsteher Manfred Kempen eingeladen hatten.

„Für uns ist die Erweiterung eine Herzensangelegenheit“, sagte Jo Kaptain vor rund 70 Zuhörern. Im Osten eine Hochspannungsleitung, im Westen die Rur und nach Norden die Nähe zum Dürener Stadtteil Niederau; da bleiben keine anderen Möglichkeiten. „Das ist so“, versicherte der Vorsitzende des Bau- und Planungsausschusses. Und das ist derzeit nur der einstimmige Ratsbeschluss, den Flächennutzungsplan zu ändern und einen Bebauungsplan (interne Bezeichnung E 29) auf den Weg zu bringen. Die Bezirksregierung habe bereits Zustimmung signalisiert und sehe den Planungsraum, derzeit noch Fläche für die Landwirtschaft, als „Reservefläche Allgemeiner Siedlungsbereich“. Kaptain räumte auch mit einem anonym in die Welt gesetzten Gerücht auf, das Neubaugebiet reiche an die Wassergewinnungsflächen am Lohberg heran. „Wir gehen nicht zum Lohberg; die südliche Grenze ist der Wiesenbach“.

Erschlossen werden soll das Erweiterungsgebiet über den Kapellenweg. Im kommenden Flächennutzungsplan soll das rund 27 000 Quadratmeter Areal als „Allgemeines Wohngebiet“ ausgewiesen werden, also nicht für Gewerbezwecke zu nutzen. Der folgende Bebauungsplan und der Flächennutzungsplan sollen im Frühjahr 2019 in die Offenlage, in der Bedenken und Anregungen vorgebracht werden können. Die Erschließung hat die Gemeinde einem Dritten übertragen. Laut einstimmigem Ratsbeschluss soll der Erschließungsträger Grundstücke erwerben und zum Bauland-richtwert verwerten. Verkauft werden ausschließlich unbebaute Grundstücke mit einer Bauverpflichtung innerhalb von drei Jahren. „Wir wollen damit allen Spekulationen vorbeugen“, so die CDU-Kommunalpolitiker. Bürgermeister Ingo Eßer als Gast: „Die Eigentümer müssen mitspielen. Wenn die nicht oder nur teilweise verkaufen, ist eventuell eine Teilbebauung möglich oder das Projekt muss zu den Akten gelegt werden.

In der nachfolgenden Aussprache wurden zwar keine grundsätzlichen Bedenken gegen die Erweiterung von Kreuzau-Süd vorgebracht, allerdings jetzt bereits Anregungen für den wohl noch folgenden Bebauungsplan gegeben und wiesen Anwohner auf vorkommende Tierarten hin. (sps)

(sps)