Düren: Caritas muss ihre Baupläne überarbeiten

Düren: Caritas muss ihre Baupläne überarbeiten

Vom Grundsatz her begrüßt der Stadtentwicklungsausschuss die Pläne der Caritas, an der Bonner Straße nicht nur seniorengerechtes Wohnen zu ermöglichen, sondern gleichzeitig auch die seit Jahren ins Auge stechende Baulücke größtenteils zu schließen und die 1890 erbaute, in den vergangenen Jahren aber nicht mehr genutzte Villa zu erhalten.

Innenraumverdichtung mit qualitätsorientiertem Wohnraum ist schließlich eine zentrale Forderung im Masterplan Innenstadt.

Kritik aber hagelt es nicht nur von den Grünen (wir berichteten), die bemängeln, dass jahrzehntealte Bäume dem Vorhaben weichen müssen. CDU und SPD fordern die Caritas auf, vor allem die Höhe des dreigeschossigen Gebäudekomplexes, in dem parallel zur Friedrichstraße 33 Seniorenwohnungen entstehen sollen, noch einmal anzupassen.

Vom „Gebot der nachbarschaftlichen Rücksichtnahme“ war im Ausschuss die Rede. Nach den bisherigen Planungen würden die Anwohner der Friedrichstraße von ihren Balkonen und ihren Gärten aus auf eine 12,50 Meter hohe Außenfassade blicken. Das sind zwar bereits 2,50 Meter weniger, als ein erster Entwurf vorsah, reicht dem Ausschuss aber noch nicht aus. Er forderte die Caritas auf, die Pläne bis zur Offenlage noch einmal zu überarbeiten.

Zuvor hatte das beauftragte Architekturbüro das Projekt kurz skizziert. Neben den Seniorenwohnungen ist im rückwärtigen Bereich der Villa auch der Bau einer ebenfalls dreigeschossigen Tagespflegeeinrichtung mit 15 Plätzen geplant. Ziel der Caritas, die im Dreieck Bonnerstraße/Friedrichstraße/Kurfürstenstraße bereits mehrere Einrichtungen unterhält, sei es, bestehende Angebote mit den neuen zu vernetzen und zum Teil auch ergänzende in der alten Villa einzurichten.

Von den 19 Bäumen auf dem Areal müssten 14 weichen, nur einer könnte direkt vor Ort neu gepflanzt werden. Freiwilligen Ersatz aber wolle die Caritas auf ihrem angrenzenden Grundstück schaffen, betonte der Architekt.

(ja)